24. Januar 2026 / Aus der Welt

1.400 Jahre alt: Spektakuläre Grab-Entdeckung in Mexiko

Eine Eule bewacht den Eingang zum Grab: «Die bedeutendste archäologische Entdeckung des letzten Jahrzehnts in Mexiko» gibt Einblicke in Bestattungsrituale und Weltanschauung der Zapoteken.

Das gut erhaltene Grab wurde im südlichen Bundesstaat Oaxaca gefunden
Veröffentlicht am 24. Januar 2026 um 07:50 Uhr

Mit dem Fund eines 1.400 Jahren alten Grabs der zapotekischen Hochkultur in Mexiko ist einem archäologischen Team ein spektakulärer Erfolg gelungen. «Es handelt sich um die bedeutendste archäologische Entdeckung des letzten Jahrzehnts in Mexiko», sagte Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum. Das gut erhaltene Grab mit Wandmalereien, Friesen und Kalender-Inschriften war in San Pablo Huitzo im südlichen Bundesstaat Oaxaca gefunden worden. 

Wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mitteilte, schmückt eine Eule, die für die Zapoteken die Nacht und den Tod symbolisiert, den Eingang zum Vorraum. Ihr Schnabel bedeckt das aus bemaltem Stuck gefertigte Gesicht eines Zapoteken, dem die Anlage vermutlich gewidmet war. Figuren aus Stein und Wandmalereien repräsentieren Macht und Tod. An den Wänden der Grabkammer ist eine in ockerfarbenen, weißen, grünen, roten und blauen Tönen bemalte Prozession von Menschen zu sehen.

Fund liefert Forschern viele Informationen

Kulturministerin Claudia Curiel sprach von einer «außergewöhnlichen Entdeckung», da das Grab gut erhalten sei und viele Informationen über die Kultur der Zapoteken offenbare. Es biete Einblicke in «ihre soziale Organisation, ihre Bestattungsrituale und ihre Weltanschauung, die in der Architektur und in Wandmalereien erhalten geblieben sind». 

Die Zapoteken-Hochkultur erlebte ihren Höhepunkt zwischen den Jahren 300 und 900 im Süden Mexikos. Ihre Hauptstadt Monte Albán hatte in der Blütezeit etwa 35.000 Einwohner. 1987 wurde Monte Albán in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.


Bildnachweis: © Luis Gerardo Peña Torres/Instituto Nacional de Antropologia e Historia (INAH)/dpa
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