5. Juni 2026 / Aus der Welt

49 Menschen verdursten nach Lkw-Panne im Niger

Eine Lkw-Panne mitten in der Wüste, keine Chance auf Wasser: Aus der Rückreise aus Mali zum Opferfest wird ein tödliches Drama.

Ohne Wasser habe die Gruppe bei Extremtemperaturen in der Wüste festgesessen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 5. Juni 2026 um 12:58 Uhr

Nach einer Panne ihres Lastwagens sind im Norden des Nigers 49 Menschen in der Sahara verdurstet. Die Reisenden seien aus dem Nachbarland Mali zurückgekehrt, um das islamische Opferfest mit ihren Familien im Niger zu begehen, teilte die Regionalregierung von Agadez mit.

Demnach blieb das Fahrzeug in einer abgelegenen Wüstenregion mehr als 80 Kilometer westlich der Grenzstadt Assamaka liegen. Versuche des Fahrers, seiner Helfer und der Passagiere, den Lastwagen zu reparieren, seien gescheitert. Ohne Wasser habe die Gruppe bei Extremtemperaturen in der Wüste festgesessen. Die Toten seien in Massengräbern beigesetzt worden.

Zwei Menschen haben überlebt

Zwei Menschen überlebten den Angaben zufolge. Sie hätten mehr als 50 Kilometer zu Fuß bis zu einer Wasserstelle zurückgelegt und anschließend Assamaka erreicht, wo sie die Behörden alarmierten.

Auf dem Rückweg von dem Einsatz fanden Helfer nach Angaben des Gouvernorats einen weiteren liegengebliebenen Lastwagen mit mehr als 60 Menschen an Bord. Die Reisenden hätten nach einer dreitägigen Panne in der Wüste festgesessen und seien mit Wasser versorgt worden.

Assamaka liegt nahe den Grenzen zu Algerien und Mali und ist ein wichtiger Knotenpunkt auf den Reiserouten durch die Sahara. Auch Migranten stranden immer wieder in der Wüste oder werden von Behörden bei illegalen Abschiebungen ausgesetzt.


Bildnachweis: © Jerome Delay/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Aus der Welt

Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

weiterlesen...
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Aus der Welt

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien wird in Göttingen ein Polizist schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist zunächst auf der Flucht - dann aber stellt er sich.

weiterlesen...
Hitzealarm im Westen – Wetterdienst ruft zur Vorsicht auf
Aus der Welt

Am Donnerstag war es bereits heiß, der Freitag legt noch eine Schippe drauf. Wo es wie warm wird - und für wen das besonders kritisch ist.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nur jede und jeder Zehnte nutzt gar keine Emojis
Aus der Welt

Lachen, Herzen, Zwinkern: Emojis werden in Chats häufig benutzt. Die Gen-Z sendet sie fast immer, Boomer tun es seltener. Viele sind unsicher, was manche bedeuten. Eine aktuelle Bitkom-Umfrage dazu.

weiterlesen...
Wegen Hitze und Trockenheit Debatte um Wasserverbrauch
Aus der Welt

Einfach mal die Blumen gießen? In Teilen Europas ist das nicht mehr so einfach. In Deutschland wächst die Debatte über den Umgang mit knappem Wasser.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nur jede und jeder Zehnte nutzt gar keine Emojis
Aus der Welt

Lachen, Herzen, Zwinkern: Emojis werden in Chats häufig benutzt. Die Gen-Z sendet sie fast immer, Boomer tun es seltener. Viele sind unsicher, was manche bedeuten. Eine aktuelle Bitkom-Umfrage dazu.

weiterlesen...
Wegen Hitze und Trockenheit Debatte um Wasserverbrauch
Aus der Welt

Einfach mal die Blumen gießen? In Teilen Europas ist das nicht mehr so einfach. In Deutschland wächst die Debatte über den Umgang mit knappem Wasser.

weiterlesen...