11. April 2026 / Aus der Welt

Gerst zu Mondmission: Geht nicht mehr ums Flaggenaufstellen

Die Astronauten der Mondmission sind zurück. Was bringt sie für die weitere Erforschung des Mondes? Alexander Gerst hat Antworten darauf.

Der Raumfahrer Alexander Gerst sieht die Mondmission als Grundlage für weitere Forschungen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 11. April 2026 um 09:36 Uhr

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst (49) sieht mit der Rückkehr der Astronauten der Mondmission zur Erde eine neue Ära in der Raumfahrt-Forschung angebrochen. Das sei die zweite Welle der Exploration des Mondes, um den Weltraum zu erkunden, sagte er am Morgen im Deutschlandfunk. «Da geht es nicht mehr darum, Flaggen aufzustellen wie in der ersten Welle.» Nun gehe es darum, permanent präsent zu sein auf der Mondoberfläche als Wissenschaftler und Wissenschaftlerin.

Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und der Kanadier Jeremy Hansen waren in der Nacht zum Samstag (MESZ) plangemäß im Pazifik nahe San Diego gelandet. Sie waren rund zehn Tage im All.

«Das wichtigste Ergebnis hierbei ist, dass das Raumschiff funktioniert», sagte Gerst. «Das war gar nicht so sicher vorher, dass das mit Menschen funktionieren würde.» Es brauche zunächst «ein paar Testmissionen», bevor man sich hinauswagen könne auf die Mondoberfläche.

Wie wichtig sind Menschen bei Raumfahrt-Missionen?

Gerst gab zu bedenken, nicht alles könne mit der Hilfe von Robotern und Technik erforscht werden. Ein ferngesteuertes Fahrzeug könne nur einen relativ kleinen Bereich abdecken und wenige Proben nehmen. «Die Planeten-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sagen uns sehr klar, (...) um wirklich einen Planeten zu erforschen oder ein Objekt wie den Mond, dann muss man da auch mit den Menschen hin.»

Erstmals hatten 1969 Menschen den Mond betreten. Eines der berühmtesten Bilder der Mondlandung 1969 zeigt Astronaut Buzz Aldrin neben einer US-Flagge.


Bildnachweis: © Sina Schuldt/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Gewalttat in Louisiana: 31-Jähriger erschießt acht Kinder
Aus der Welt

Ein gravierender Fall von häuslicher Gewalt schockt den US-Bundesstaat Louisiana: acht Kinder werden getötet, sieben davon Kinder des Tatverdächtigen. Die Gemeinde bangt um das Leben der Verletzten.

weiterlesen...
Umfrage: Deutschlandweit mehr als 400 Cannabis-Anbauvereine
Aus der Welt

Seit rund zwei Jahre ist Cannabis in Deutschland zum Teil legal. Der legale Anbau der berauschenden Pflanzen ist einer Umfrage zufolge in Deutschland mittlerweile in mehreren Hundert Vereinen möglich.

weiterlesen...
Blake Lively und Justin Baldoni legen Gerichtsstreit bei
Aus der Welt

Sie drehten gemeinsam den Film «Nur noch ein einziges Mal», danach erhob Blake Lively schwere Vorwürfe gegen Justin Baldoni. Doch kurz vor einem geplanten Prozessbeginn gibt es eine Überraschung.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Bollerwagen und Bier: Warum der Vatertag weiter aktuell ist
Aus der Welt

Feiern, Saufen, Zoff: Am Vatertag ist vielerorts Ausnahmezustand. Was steckt hinter dem Kult um die feuchtfröhlichen Bollerwagen-Touren und warum boomt der Brauch trotz neuer Rollenbilder?

weiterlesen...
TÜV-Bericht: Jedes achte Röntgengerät weist Mängel auf
Aus der Welt

Röntgengeräte sind eine wichtige Komponente der Medizin, können aber auch Risiken für Patienten bergen. Experten testen ihre Sicherheit umfassend - und stoßen mitunter auf gravierende Mängel.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bollerwagen und Bier: Warum der Vatertag weiter aktuell ist
Aus der Welt

Feiern, Saufen, Zoff: Am Vatertag ist vielerorts Ausnahmezustand. Was steckt hinter dem Kult um die feuchtfröhlichen Bollerwagen-Touren und warum boomt der Brauch trotz neuer Rollenbilder?

weiterlesen...
TÜV-Bericht: Jedes achte Röntgengerät weist Mängel auf
Aus der Welt

Röntgengeräte sind eine wichtige Komponente der Medizin, können aber auch Risiken für Patienten bergen. Experten testen ihre Sicherheit umfassend - und stoßen mitunter auf gravierende Mängel.

weiterlesen...