1. Dezember 2025 / Aus der Welt

Darum geht es bei Gottschalks Krebserkrankung

«Mein Krebs gilt leider als besonders aggressiv», sagt Thomas Gottschalk. Was es mit dem epitheloiden Angiosarkom auf sich hat.

Thomas Gottschalk hatte seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. (Archivbild)

Beim epitheloiden Angiosarkom handelt es sich um einen sehr seltenen bösartigen, rasch wachsenden Tumor, der sich aus den Zellen entwickelt, die die Blutgefäße auskleiden. Angiosarkome können überall im Körper auftreten. Die epitheloide Variante gilt als besondere Form, sie tritt überwiegend bei Männern auf und betrifft vor allem die tiefen Weichteile.

Wenn der Tumor so wächst, dass er sich um Blutgefäße legt und diese verengt oder verschließt – was besonders bei epitheloiden Angiosarkomen vorkommt – kann es im fortgeschrittenen Stadium zu schweren und schwer behandelbaren Durchblutungsschmerzen (Ischämieschmerzen) kommen. Angiosarkome machen oft lange Zeit keine Beschwerden und werden daher vielfach erst spät erkannt - was mit ein Grund für die schlechte Prognose bei dieser Krebsart ist.

Therapie der ersten Wahl ist die Entfernung des Tumors, gefolgt von Strahlen- und teils Chemotherapie. Die Überlebensprognose ist oft ungünstig. Rezidive (Wiederauftreten nach Phase der Besserung) und Metastasen sind eher die Regel als die Ausnahme. Liegt bereits eine Metastasierung vor, liegt die Zwei-Jahres-Überlebensrate nach Angaben der Deutschen Sarkom-Stiftung nur noch bei 13 Prozent.

Mit Krebsdiagnose an die Öffentlichkeit

Fernsehmoderator Thomas Gottschalk und seine Frau Karina hatten der «Bild» gesagt, der 75-Jährige habe vor knapp vier Monaten eine erste, siebenstündige OP gehabt, bei der Teile von Harnleiter und Blase entfernt wurden. Später sei eine weitere, sechsstündige OP nötig gewesen, bei der Weichgewebe hin zum Becken entfernt worden sei. Dem seien 33 Einzelbestrahlungen gefolgt. 

«Mein Krebs gilt leider als besonders aggressiv», wurde Gottschalk zitiert. «Ich darf den Gedanken gar nicht zulassen, wie schlecht die
Heilungschancen bei dieser Krebsform sind. Sonst würde ich verrückt werden», hatte Karina erklärt, als beide die Erkrankung und die Diagnose epitheloides Angiosarkom bekanntmachten.


Bildnachweis: © Armin Weigel/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Baustellen in Mönchengladbach
Baustellen & Sperrungen

Achtung, Baustellen in Mönchengladbach! Hier erfährst du, welche Straßen aktuell betroffen sind und wo du mehr Zeit einplanen solltest.

weiterlesen...
MG Kompakt – Wichtige Meldungen aus deiner Stadt
Aus der Region

Aktuelle Themen aus Mönchengladbach: Politik, Verkehr, Wohnen, Sport und Stadtleben – kompakt und übersichtlich in einem Beitrag zusammengefasst.

weiterlesen...
Die Drohmails des «Schweinetreffs»: Polizei hebt Gruppe aus
Aus der Welt

Mutmaßlich war es die Lust am Schrecken anderer - ein Staatsanwalt nennt es «asozial»: Ermittler nehmen eine Gruppe ins Visier, die mit falschen Drohungen bundesweit die Polizei in Atem hielt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Cable Car in San Francisco stoppt abrupt: 15 Verletzte
Aus der Welt

Sie sind eine der beliebtesten Touristenattraktionen von San Francisco und gelten als recht sicher. Doch beim plötzlichen Anhalten einer der berühmten Trambahnen werden viele Passagiere verletzt.

weiterlesen...
Selbsthilfe im Slum: nicht auf weiße Retter warten
Aus der Welt

Für Kennedy Odede ist Kenias größter Slum Kibera kein Symbol für Hoffnungslosigkeit, sondern für Potenzial. Der Sozialunternehmer ist hier selbst in Armut aufgewachsen. Nun mobilisiert er Selbsthilfe.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Cable Car in San Francisco stoppt abrupt: 15 Verletzte
Aus der Welt

Sie sind eine der beliebtesten Touristenattraktionen von San Francisco und gelten als recht sicher. Doch beim plötzlichen Anhalten einer der berühmten Trambahnen werden viele Passagiere verletzt.

weiterlesen...
Selbsthilfe im Slum: nicht auf weiße Retter warten
Aus der Welt

Für Kennedy Odede ist Kenias größter Slum Kibera kein Symbol für Hoffnungslosigkeit, sondern für Potenzial. Der Sozialunternehmer ist hier selbst in Armut aufgewachsen. Nun mobilisiert er Selbsthilfe.

weiterlesen...