8. November 2025 / Aus der Welt

Ein Vermisster und Verletzte nach Detonation in Reihenhaus

Eine laute Detonation schreckt die Nachbarschaft in einem Wohngebiet in Wolfenbüttel auf. Ein Reihenhaus stürzt ein, Nachbarhäuser sind unbewohnbar. Die Feuerwehr sucht nach einem 83-jährigen Mann.

Nach der Suche nach einem 83 Jahre alten Bewohner bleibt von dem Reihenhaus nicht mehr viel übrig.
Veröffentlicht am 8. November 2025 um 18:18 Uhr

Ein Reihenhaus im niedersächsischen Wolfenbüttel ist durch eine Detonation komplett zerstört worden. Rettungskräfte suchten stundenlang in den Trümmern nach einem vermissten 83 Jahre alten Mann. Er sei bisher nicht gefunden worden, teilte die Polizei am Abend mit. Ein Bagger habe die Trümmerteile umgeschichtet, sie seien durchgesehen worden. Zudem seien Personen- und Leichenspürhunde im Einsatz gewesen.

Anwohner hatten am Freitagabend in dem Wohngebiet im Osten Wolfenbüttels einen lauten Knall gehört und die Einsatzkräfte alarmiert. Der Knall war nach Angaben der Feuerwehr weithin hörbar und der dichte Rauch auch aus großer Entfernung sichtbar. Ein Teil des Gebäudes ging in Flammen auf, die von den Einsatzkräften gelöscht wurden. Die Ursache der Detonation und des Feuers war unklar. 

Zwischen den Reihenhäusern klafft nun eine Lücke aus Trümmern. Eine vermutete Asbestbelastung des Gebäudes erschwerte die Arbeiten der Helfer.

Insgesamt 24 Anwohner wurden nach Polizeiangaben vor Ort von der Feuerwehr und anderen Rettungskräften betreut. Zwei von ihnen kamen verletzt in ein Krankenhaus. Sie erlitten ein Knalltrauma. Außerdem wurde eine Einsatzkraft der Feuerwehr durch Einatmen von Rauch verletzt und ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.

Reihenhäuser vorerst nicht mehr bewohnbar

Auch die angrenzenden Reihenhäuser sind laut Polizei vorerst nicht mehr bewohnbar, da Gas, Wasser und Strom abgestellt wurden. 15 betroffene Menschen seien in Hotels untergebracht. Die beiden Häuser direkt neben dem eingestürzten Reihenhaus seien einsturzgefährdet. Die Grundstücke zu betreten, bedeute akute Lebensgefahr, hieß es. Die Polizei überwache die Grundstücke.

Sobald der Ort gefahrlos betreten werden könne, werde eine kleinteilige Absuche der Trümmer durch Einsatzkräfte erfolgen. Das werde vermutlich Anfang der kommenden Woche der Fall sein, so die Polizei. Rund 140 Feuerwehrleute waren seit dem Abend im Einsatz. Auch das THW unterstützte die Rettungsarbeiten.


Bildnachweis: © Benjamin Müller/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Zeugen retten Vierjährige vor Zug - Mutter vor Gericht
Aus der Welt

Eine Mutter soll mit ihrer Tochter auf Gleise gegangen sein, um sich und das Kind von einem Zug überfahren zu lassen. Zeugen zogen beide weg. Nun steht die Frau wegen versuchten Mordes vor Gericht.

weiterlesen...
Paracetamol in Schwangerschaft? Mögliche Folgen für Töchter
Aus der Welt

Paracetamol gilt in der Schwangerschaft als Mittel der Wahl gegen Schmerzen und Fieber. Eine Studie deutet nun darauf hin, dass das Medikament die Fortpflanzungsorgane von Töchtern beeinflussen kann.

weiterlesen...
Boot mit Journalisten am Vulkan Anak Krakatau vermisst
Aus der Welt

Fünf Journalisten wollten über den Ausbruch des Anak Krakatau berichten. Dann verschwand ihr Boot spurlos. Die Suche wird durch Vulkanasche erschwert - aber es gibt noch Hoffnung.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Der Schaltsekunde steht das Aus bevor
Aus der Welt

Schaltsekunden gleichen Unterschiede zwischen der unregelmäßigen Erdrotation und unseren präzisen Atomuhren aus. 27 Mal wurde bisher eine eingefügt, zuletzt 2016 - es dürfte die letzte gewesen sein.

weiterlesen...
WWF: Tierbestände nehmen weiter stark ab
Aus der Welt

Weltweit sind Wildtiere unter Druck, ihre Bestände nehmen seit Jahrzehnten immer weiter ab. Verantwortlich ist dafür der Mensch - der aber auch etwas tun kann.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Der Schaltsekunde steht das Aus bevor
Aus der Welt

Schaltsekunden gleichen Unterschiede zwischen der unregelmäßigen Erdrotation und unseren präzisen Atomuhren aus. 27 Mal wurde bisher eine eingefügt, zuletzt 2016 - es dürfte die letzte gewesen sein.

weiterlesen...
WWF: Tierbestände nehmen weiter stark ab
Aus der Welt

Weltweit sind Wildtiere unter Druck, ihre Bestände nehmen seit Jahrzehnten immer weiter ab. Verantwortlich ist dafür der Mensch - der aber auch etwas tun kann.

weiterlesen...