Bereits 2035 wird in Deutschland rund ein Viertel der Bevölkerung 67 Jahre und älter sein. Das geht aus der neuen Vorausberechnung zur Entwicklung der Bevölkerung hervor, die das Statistische Bundesamt in Berlin vorgestellt hat. 2024 lag der Anteil der Menschen im Rentenalter noch bei 20 Prozent. Der starke Anstieg ist vor allem auf den Übergang der Babyboomer in den Ruhestand zurückzuführen. Nach allen Berechnungsvarianten, die die Statistiker durchgeführt haben, wächst die Zahl der 67-Jährigen und Älteren bis 2038 weiter – dann werden zwischen 20,5 und 21,3 Millionen Menschen im Rentenalter leben, bis zu 4,5 Millionen mehr als heute. Bereits aktuell kommen auf 100 Personen im Erwerbsalter 33 Rentnerinnen und Rentner. 2070 könnten es im günstigsten Fall 43 sein, bei einer dauerhaft niedrigen Geburtenrate und schwacher Zuwanderung sogar 61. Innerhalb der älteren Bevölkerung steige in den kommenden Jahrzehnten vor allem die Gruppe der Hochaltrigen stark an, prognostizieren die Statistiker. Während die Zahl der ab 80-Jährigen in den nächsten Jahren zunächst leicht sinke, wachse sie ab Mitte der 2030er-Jahre mit dem Altern der Babyboomer deutlich – von 6,1 Millionen im Jahr 2024 auf 8,5 bis 9,8 Millionen im Jahr 2050. Bis 2070 werde ihre Zahl zwischen 7,4 und 10 Millionen liegen. Die Erwerbsbevölkerung schrumpft laut Statistischem Bundesamt dagegen in allen Varianten. 2024 lebten 51,2 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 66 Jahren in Deutschland. Selbst bei hoher Nettozuwanderung sinke die Zahl bis 2070 auf voraussichtlich 45,3 Millionen. Bei moderater Zuwanderung werden 41,2 Millionen erwartet, bei niedriger nur 37,1 Millionen. Ein geringerer Rückgang wäre nur bei deutlich steigender Geburtenrate in Kombination mit hoher Zuwanderung möglich. Auch insgesamt werde Deutschland bis 2070 eher schrumpfen, so Destatis. Unter moderaten Annahmen werde die Bevölkerung dann bei 74,7 Millionen liegen. Nur 2 der 27 Berechnungsvarianten führen zu einem leichten Wachstum. Insgesamt reicht demnach die Spannbreite der möglichen Bevölkerungszahl 2070 von 63,9 bis 86,5 Millionen. Gegenüber früheren Vorausberechnungen wirken sich vor allem gesunkene Geburtenraten und niedrigere Nettozuwanderung dämpfend aus. Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: In den westdeutschen Flächenländern bleibe die Bevölkerungszahl nur bei hoher Zuwanderung stabil, in Ostdeutschland gehe sie in allen Varianten zurück – bis 2070 um 14 bis 30 Prozent. Die Stadtstaaten können bei hoher oder mittlerer Zuwanderung weiter wachsen. Bereits heute ist die Bevölkerung im Osten deutlich älter als im Westen und in den Stadtstaaten. Die Zahl der ab 67-Jährigen werde dort bis 2038 ihren Höhepunkt erreichen und danach wieder sinken, teilten die Experten mit, während sie in Westdeutschland und besonders in den Stadtstaaten weiter steige.Millionen weitere Über-80-Jährige
Deutschlands Gesamtbevölkerung nimmt eher ab
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Deutschland altert rasant – Zahl der Rentner steigt deutlich
Geburten, Lebenserwartung und Zuwanderung bestimmen die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Neue Vorausberechnungen zeigen: Das Land altert weiter – und die Erwerbsbevölkerung schrumpft deutlich.
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