26. Juni 2026 / Aus der Welt

Etwas weniger Menschen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht

Knapp eine halbe Million wohnungslose Menschen leben in Deutschland in Sammelunterkünften oder Obdachlosenheimen. Viele von ihnen stammen aus der Ukraine, doch auch bei ihnen zeigt sich ein Trend.

Knapp eine halbe Million Menschen sind von den Kommunen untergebracht, weil sie keine eigene Wohnung haben. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 26. Juni 2026 um 09:27 Uhr

Knapp eine halbe Million Menschen sind in Deutschland wegen Wohnungslosigkeit untergebracht, aber es werden weniger. Zum Stichtag 31. Januar 2026 meldeten Kommunen und Einrichtungen dem Statistischen Bundesamt 452.900 untergebrachte Personen. Das waren fünf Prozent weniger als im Vorjahr. 

Erfasst werden Personen ohne eigene Wohnung, die beispielsweise in überlassenem Wohnraum, Sammelunterkünften oder Einrichtungen für Wohnungslose untergebracht waren. Obdachlose auf der Straße werden hier nicht mitgezählt, ebenso wenig verdeckte Wohnungslosigkeit – also Menschen, die etwa bei Bekannten oder Angehörigen untergekommen sind.

Jeder Vierte aus der Ukraine

85 Prozent der gemeldeten Personen hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit. 28 Prozent waren Ukrainerinnen und Ukrainer. Auch wenn sich ihre Zahl um sechs Prozent verringerte, stellen sie immer noch die größte Gruppe. Der Anteil der untergebrachten Deutschen war mit 15 Prozent vergleichsweise gering, lag zum Stichtag aber um zwei Prozent höher als im Vorjahr.

Auch Frauen und Kinder

Die zum Stichtag untergebrachten Wohnungslosen waren vergleichsweise jung: 41 Prozent waren jünger als 25 Jahre, das Durchschnittsalter lag bei 31 Jahren. Zwar gehörten etwas mehr Männer zu den Untergebrachten (57 Prozent), dennoch gehörten auch viele Frauen dazu, die 42 Prozent ausmachten. Jede dritte untergebrachte Person gehörte zu einem Paarhaushalt mit Kindern.

Im Bundesländervergleich waren im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen die meisten Personen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht (104.700). Danach folgten Baden-Württemberg (90.800) und Berlin (57.600).


Bildnachweis: © Arne Dedert/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Aus der Welt

Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

weiterlesen...
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Aus der Welt

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien wird in Göttingen ein Polizist schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist zunächst auf der Flucht - dann aber stellt er sich.

weiterlesen...
Hitzealarm im Westen – Wetterdienst ruft zur Vorsicht auf
Aus der Welt

Am Donnerstag war es bereits heiß, der Freitag legt noch eine Schippe drauf. Wo es wie warm wird - und für wen das besonders kritisch ist.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Feuerwehren: Brauchen mehr Technik für Waldbrand-Einsätze
Aus der Welt

In Spanien starben viele Menschen bei einem Waldbrand. In Nürnberg kämpften Einsatzkräfte ebenfalls gegen Flammen. Wie gut sich Feuerwehren gerüstet sehen.

weiterlesen...
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Aus der Welt

Sollte die Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt werden? Eine neue Studie beschäftigt sich mit dieser Frage und kommt zu einer eindeutigen Antwort.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Feuerwehren: Brauchen mehr Technik für Waldbrand-Einsätze
Aus der Welt

In Spanien starben viele Menschen bei einem Waldbrand. In Nürnberg kämpften Einsatzkräfte ebenfalls gegen Flammen. Wie gut sich Feuerwehren gerüstet sehen.

weiterlesen...
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Aus der Welt

Sollte die Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt werden? Eine neue Studie beschäftigt sich mit dieser Frage und kommt zu einer eindeutigen Antwort.

weiterlesen...