10. Juni 2026 / Aus der Welt

Experte: Deutscher als erster Europäer am Mond noch denkbar

Überraschend darf bei der Mission «Artemis-3» des Nasa-Mondprogramms ein Europäer mit. Freuen darf sich Luca Parmitano aus Italien. Was heißt das für die deutschen Astronauten mit Mondambitionen?

Raumfahrtexperte Moeller sieht in der Wahl von Italiener Parmitano für «Artemis-3» keinen Konflikt damit, dass ein Deutscher als erster europäischer Astronaut Richtung Mond fliegt. (Arch...
Veröffentlicht am 10. Juni 2026 um 16:04 Uhr

Raumfahrtexperte Ludwig Moeller hält es weiterhin für möglich, dass ein Deutscher als erster europäischer Astronaut Richtung Mond fliegt. Überraschend hatte die Nasa gestern angekündigt, dass der Italiener Luca Parmitano 2027 beim Mond-Programm «Artemis» mitfliegt - allerdings bei der Mission «Artemis 3», die in Erdnähe bleiben soll. Moeller, Leiter des Raumfahrt-Thinktanks Espi mit Sitz in Wien, betonte: «Die Auswahl von Luca Parmitano (...) steht auch nicht in Konflikt mit dem Ziel eines deutschen Astronauten als erstem Europäer auf dem Mond, da "Artemis-3" keine Mission zum Mond ist.»

Bei der rund zweiwöchigen Mission ist anders als ursprünglich geplant keine Mondlandung vorgesehen. Stattdessen soll das Koppeln des Raumschiffs «Orion» mit Mondlandesystemen getestet werden. Die Mission soll dazu dienen, die Technik für eine geplante Mondlandung vorab zu testen, möglichst nahe an der Erde.

Transatlantische Zusammenarbeit bleibt weiter wichtig

Der Chef der europäischen Raumfahrtbehörde Esa, Josef Aschbacher, hatte der Deutschen Presse-Agentur zuvor gesagt, Parmitano sei wegen des Anforderungsprofils ausgesucht worden. Die Nasa habe explizit einen Testpiloten gesucht und Parmitano sei der einzige Testpilot im Astronautencorps der Esa.

Im November hatte Aschbacher gesagt, dass die ersten Europäer, die auf einer Mondmission fliegen werden, Esa-Astronauten deutscher, französischer und italienischer Nationalität sein werden. Zuerst sei Deutschland an der Reihe. Wegen Änderungen am Programm muss mittlerweile aber neu über Plätze für Esa-Astronauten verhandelt werden.

Dass mit Parmitano nun überraschend schon bei «Artemis 3» ein Europäer mit ins All kommt, zeigt für den Experten Moeller auch, dass die transatlantische Zusammenarbeit Teil der zukünftigen Raumfahrtkooperation bleiben werde.


Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Aus der Welt

Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

weiterlesen...
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Aus der Welt

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien wird in Göttingen ein Polizist schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist zunächst auf der Flucht - dann aber stellt er sich.

weiterlesen...
Hitzealarm im Westen – Wetterdienst ruft zur Vorsicht auf
Aus der Welt

Am Donnerstag war es bereits heiß, der Freitag legt noch eine Schippe drauf. Wo es wie warm wird - und für wen das besonders kritisch ist.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Mehr als 4.000 Todesopfer nach Beben in Venezuela
Aus der Welt

Auch mehrere Wochen nach den beiden schweren Erdbeben in dem südamerikanischen Land wächst die bestätigte Zahl der Toten weiter. Hilfskräfte konzentrieren sich auf die Versorgung der Betroffenen.

weiterlesen...
Feuerinferno in Spanien: Vermissten-Suche «von Haus zu Haus»
Aus der Welt

In Andalusien fordert ein Feuer mindestens zwölf Menschenleben. Unter den Opfern sind wohl auch Briten und Belgier. Es gibt zudem noch viele Vermisste. Bei der Fußball-WM wird der Opfer gedacht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Mehr als 4.000 Todesopfer nach Beben in Venezuela
Aus der Welt

Auch mehrere Wochen nach den beiden schweren Erdbeben in dem südamerikanischen Land wächst die bestätigte Zahl der Toten weiter. Hilfskräfte konzentrieren sich auf die Versorgung der Betroffenen.

weiterlesen...
Feuerinferno in Spanien: Vermissten-Suche «von Haus zu Haus»
Aus der Welt

In Andalusien fordert ein Feuer mindestens zwölf Menschenleben. Unter den Opfern sind wohl auch Briten und Belgier. Es gibt zudem noch viele Vermisste. Bei der Fußball-WM wird der Opfer gedacht.

weiterlesen...