12. Juni 2025 / Aus der Welt

Air India: 241 Menschen im Flugzeug bei Absturz getötet

Fast alle Menschen an Bord der Maschine kommen bei dem Unglück ums Leben. Nur ein Passagier überlebt den Absturz. Wie viele Menschen am Boden getötet wurden, ist noch unklar.

Das Heck des Flugzeugs steckt in einem Gebäude an der Absturzstelle in der nordwestindischen Stadt Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat. (Foto aktuell)
Veröffentlicht am 12. Juni 2025 um 21:56 Uhr

Bei dem verheerenden Flugzeugabsturz in Indien sind fast alle Insassen getötet worden. 241 Menschen an Bord seien ums Leben gekommen, teilte die Fluggesellschaft Air India auf der Nachrichtenplattform X mit. Ein Passagier habe das Unglück überlebt und werde in einem Krankenhaus behandelt. Wie viele Menschen bei dem Absturz der Maschine in ein Wohngebiet am Boden getötet wurden, war zunächst unklar. 

Die Boeing-Maschine war auf dem Weg nach London. Unter den Passagieren befanden sich nach Angaben der Airline 169 indische Staatsangehörige, 53 Briten, sieben portugiesische Staatsbürger und ein Kanadier. Bei dem Überlebenden handelt es sich um einen britischen Staatsangehörigen indischer Herkunft.

«Überall Leichen und Wrackteile»

Am Ort des Unglücks bot sich ein Bild der Zerstörung. «Ich war zu Hause, als ich massiven Lärm höre. Als ich rausging, um nachzusehen, was passiert war, lag dichter Rauch in der Luft. Überall waren Leichen und Wrackteile des Flugzeugs», sagte ein Augenzeuge in einem Video der Nachrichtenagentur Press Trust of India.

Das Flugzeug habe 125.000 Liter Kraftstoff aufgenommen, sagte Innenmister Amit Shah. Das Flugzeug der Gesellschaft Air India hatte kurz nach dem Start vom Flughafen in Ahmedabad im Westen Indiens an Höhe verloren und war in ein Gebäude gestürzt, unbestätigten Berichten zufolge setzte der Pilot kurz vor dem Unglück einen Notruf ab. 

Britische Experten unterstützen Unfallermittler in Indien

Die britische Flugunfallbehörde AAIB kündigte an, ein eigenes Team nach Indien zu schicken, um die dortigen Ermittlungen zu unterstützen. Auch US-Präsident Donald Trump bot Hilfe an. Indien sei ein «großes» und «starkes» Land, doch die Vereinigten Staaten stünden bereit, im Bedarfsfall sofort Hilfe zu leisten, sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung im Weißen Haus in Washington. Der Flugzeughersteller Boeing erklärte sich ebenfalls bereit, die Ermittlungen zu unterstützen. 

Luftfahrexperte: Auswertung der Flugdaten entscheidend

Einer von zwei Flugschreibern sei gefunden worden, berichtete die Zeitung «Hindustan Times». Eine Blackbox zeichnet Flugdaten und akustische Signale auf. Die Auswertung der Daten ist laut Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt entscheidend für die Aufklärung des Unglücks. Derzeit sei es für eine Einschätzung noch zu früh. «Eine Erklärung könnte zum Beispiel sein, dass die Startklappen nicht richtig gefahren sind», sagte Großbongardt in der ARD-«Tagesschau». «Aber man kann im Augenblick wirklich nur spekulieren, denn entscheidend ist, dass der Flugdatenschreiber geborgen wird, dass die Daten analysiert werden und man dann sieht, was passiert ist im Flugzeug.»

Der Fluglinie Air India bescheinigte der Experte eine zuletzt zunehmend bessere Qualität. «Air India hatte lange Zeit einen sehr schlechten Ruf, solange sie im Staatsbesitz war.» Der neue Eigentümer, die Tata Group, habe aber viel investiert und den Qualitätsstandard so weit hochgefahren, «dass die Air India Mitglied der Star Alliance sein konnte zusammen mit Lufthansa, United und anderen wirklich sehr renommierten Airlines.»


Bildnachweis: © Ajit Solanki/AP/dpa
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