26. August 2025 / Aus der Welt

Fluten in Pakistan: 800 Tote und Zehntausende evakuiert

In Pakistan steigt die Zahl der Todesopfer durch den Monsun weiter an. In der bevölkerungsreichsten Provinz des Landes müssen Zehntausende ihre Dörfer verlassen.

In der bevölkerungsreichsten Provinz Punjab mussten Zehntausende Menschen ihre Dörfer verlassen. (Foto Handout)
Veröffentlicht am 26. August 2025 um 11:33 Uhr

In Pakistan sind seit Beginn der Monsunzeit Ende Juni knapp 800 Menschen ums Leben gekommen. Das gab die Nationale Katastrophenschutzbehörde des Landes bekannt. In Punjab, der bevölkerungsreichsten Provinz des Landes, mussten Zehntausende Menschen ihre Dörfer verlassen. 

«Wir haben mehr als 24.000 Menschen aus den tief gelegenen Gebieten in der Nähe der Flüsse evakuiert», sagte ein Sprecher der Rettungsbehörde vor Ort der Deutschen Presse-Agentur. Auch in den kommenden Tagen könnten die Evakuierungen anhalten. 

Am Montag teilte das pakistanische Außenministerium mit, dass das benachbarte Indien über diplomatische Kanäle eine Warnung vor möglichen grenzüberschreitenden Überschwemmungen übermittelt habe – der erste diplomatische Kontakt zwischen den Erzrivalen seit sie im vergangenen Mai kurz vor einem Krieg standen.

Längerer Monsun befürchtet

Die meisten Todesopfer durch die Fluten hat die nordwestliche Provinz Khyber Pakhtunkhwa zu beklagen. Im Norden Pakistans sowie dem pakistanisch verwalteten Teil von Kaschmir war es diesen Monat zu dramatischen Sturzfluten mit über 300 Toten gekommen. 

Die Monsunzeit in Pakistan dauert bis September. Wie ein Sprecher der Meteorologie-Behörde der dpa mitteilte, ist der Niederschlag dieses Jahr stärker als gewöhnlich und könnte auch länger andauern.

Extreme Wetterereignisse nehmen in dem südasiatischen Land zu. Im Sommer 2022 erlebte Pakistan eine schwere Flutkatastrophe, die zwischenzeitlich ein Drittel des Landes unter Wasser setzte und 1.700 Menschen das Leben kostete.


Bildnachweis: © Uncredited/Pakistan's National Disaster Management Authority via AP/dpa
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