23. April 2026 / Aus der Welt

Frist abgelaufen: Gemeinde darf Goldfund behalten

Ein Gemeindemitarbeiter findet zehn Goldbarren beim Rasenmähen. Nachdem kein Besitzer gefunden wurde, darf die sächsische Gemeinde Bannewitz nun über den Schatz verfügen.

Nach dem Fund von zehn Goldbarren im sächsischen Bannewitz konnte niemand nachweisen, Besitzer des Schatzes zu sein. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 23. April 2026 um 09:37 Uhr

Nach dem Ablauf einer gesetzlichen Finderfrist darf eine sächsische Gemeinde einen Goldschatz im Wert von mehreren zehntausend Euro behalten. Niemand habe glaubwürdig nachweisen können, Besitzer der zehn Goldbarren zu sein, die ein Gemeindemitarbeiter im Oktober beim Rasenmähen entdeckt hatte, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Bannewitz, Heiko Wersig, der Deutschen Presse-Agentur. «Ich hatte viele, viele E-Mails, Anrufe und Briefe», so der parteilose Kommunalpolitiker. Den erforderlichen Nachweis einer ordentlichen Rechnung und der auf den Barren aufgeprägten Seriennummern habe aber keiner der angeblichen Besitzer erbringen können. 

Mit Ablauf der sechsmonatigen Frist für Fundsachen am 17. April dürfe nun die südlich von Dresden gelegene Kommune selbst darüber entscheiden, was mit dem Gold passieren soll. Die abschließende Entscheidung darüber soll in einer Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstagabend fallen, so Wersig. Plan sei in jedem Fall, dass die örtlichen Vereine von dem Goldschatz profitieren sollen. «Konkret geht es um die Vereine, die in der Kinder- und Jugendarbeit und in der Heimat- und Brauchtumspflege arbeiten», so der Bürgermeister weiter. Das Gold erhalten sollen die auserkorenen Vereinsverantwortlichen Anfang Mai. 

Nach wie vor werde der Goldschatz bei der Polizei gelagert. Nach aktuellem Goldpreis sind die zehn Unzen rund 40.000 Euro wert.


Bildnachweis: © Sven Hoppe/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Aus der Welt

Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

weiterlesen...
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Aus der Welt

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien wird in Göttingen ein Polizist schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist zunächst auf der Flucht - dann aber stellt er sich.

weiterlesen...
Hitzealarm im Westen – Wetterdienst ruft zur Vorsicht auf
Aus der Welt

Am Donnerstag war es bereits heiß, der Freitag legt noch eine Schippe drauf. Wo es wie warm wird - und für wen das besonders kritisch ist.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nur jede und jeder Zehnte nutzt gar keine Emojis
Aus der Welt

Lachen, Herzen, Zwinkern: Emojis werden in Chats häufig benutzt. Die Gen-Z sendet sie fast immer, Boomer tun es seltener. Viele sind unsicher, was manche bedeuten. Eine aktuelle Bitkom-Umfrage dazu.

weiterlesen...
Wegen Hitze und Trockenheit Debatte um Wasserverbrauch
Aus der Welt

Einfach mal die Blumen gießen? In Teilen Europas ist das nicht mehr so einfach. In Deutschland wächst die Debatte über den Umgang mit knappem Wasser.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nur jede und jeder Zehnte nutzt gar keine Emojis
Aus der Welt

Lachen, Herzen, Zwinkern: Emojis werden in Chats häufig benutzt. Die Gen-Z sendet sie fast immer, Boomer tun es seltener. Viele sind unsicher, was manche bedeuten. Eine aktuelle Bitkom-Umfrage dazu.

weiterlesen...
Wegen Hitze und Trockenheit Debatte um Wasserverbrauch
Aus der Welt

Einfach mal die Blumen gießen? In Teilen Europas ist das nicht mehr so einfach. In Deutschland wächst die Debatte über den Umgang mit knappem Wasser.

weiterlesen...