Als Reaktion auf Mobbing und Gewalt an Schulen sieht die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) dringenden Handlungsbedarf. Die Zahl der Gewaltdelikte in Deutschland insgesamt steige seit einigen Jahren, sagte GEW-Vorstandsmitglied Anja Bensinger-Stolze der Deutschen Presse-Agentur. «Dieser allgemeine gesellschaftliche Trend spiegelt sich in den Schulen wider.» «Der dramatische Lehrkräftemangel und die viel zu geringe Zahl an Schulsozialarbeiterstellen führen dazu, dass die präventive Arbeit vor Ort oft nur stark eingeschränkt zu leisten ist», kritisierte das GEW-Vorstandsmitglied. «Die Schulsozialarbeit muss ausgebaut werden.» Ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung sei das Startchancenprogramm von Bund und Ländern. Es soll nach Angaben des Bundesbildungsministeriums Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler unterstützen. «Das Programm muss jedoch dringend erweitert, verstetigt und finanziell besser ausgestattet werden», forderte Bensinger-Stolze. Positiv bewertet die GEW den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen, der ab August 2026 gilt. «Entscheidend ist dabei die Qualität der Angebote. Halbe Sachen helfen nicht weiter», warnte Bensinger-Stolze. Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung will am Vormittag die Ergebnisse einer Studie zu Gewalt, Mobbing und Diskriminierungen an Berliner Schulen vorstellen. «Mit dem Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer legt Berlin nun als erstes Bundesland eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung zu Konflikten und Gewalt an Schulen vor», teilte die Bildungsverwaltung mit.Ganztagsbetreuung bietet Chancen
Bildnachweis: © Marijan Murat/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Gewalt an Schulen - GEW fordert Konsequenzen
Gewalt ist an vielen Schulen Alltag. Die Gewerkschaft GEW sieht dringenden Handlungsbedarf. Sie fordert mehr Schulsozialarbeit und Verbesserungen bei Ganztagsangeboten.
Meistgelesene Artikel
- 23. Juni 2026
Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.
- 16. Juni 2026
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien wird in Göttingen ein Polizist schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist zunächst auf der Flucht - dann aber stellt er sich.
Am Donnerstag war es bereits heiß, der Freitag legt noch eine Schippe drauf. Wo es wie warm wird - und für wen das besonders kritisch ist.
Neueste Artikel
- 11. Juli 2026
Mehr als 4.000 Todesopfer nach Beben in Venezuela
Auch mehrere Wochen nach den beiden schweren Erdbeben in dem südamerikanischen Land wächst die bestätigte Zahl der Toten weiter. Hilfskräfte konzentrieren sich auf die Versorgung der Betroffenen.
In Andalusien fordert ein Feuer mindestens zwölf Menschenleben. Unter den Opfern sind wohl auch Briten und Belgier. Es gibt zudem noch viele Vermisste. Bei der Fußball-WM wird der Opfer gedacht.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. Juli 2026
Mehr als 4.000 Todesopfer nach Beben in Venezuela
Auch mehrere Wochen nach den beiden schweren Erdbeben in dem südamerikanischen Land wächst die bestätigte Zahl der Toten weiter. Hilfskräfte konzentrieren sich auf die Versorgung der Betroffenen.
In Andalusien fordert ein Feuer mindestens zwölf Menschenleben. Unter den Opfern sind wohl auch Briten und Belgier. Es gibt zudem noch viele Vermisste. Bei der Fußball-WM wird der Opfer gedacht.

