Eine Unwetterfront mit Gewitter und kräftigem Regen ist über Teile Nordrhein-Westfalens gezogen. Bäume stürzten um, Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet, Fernzüge mussten in Bahnhöfen warten und Ruderer wurden aus einem Fluss gerettet. Mehrere Städte berichteten von zahlreichen Feuerwehreinsätzen am Freitagabend. Wegen der Unwetter kam es nach Angaben der Deutschen Bahn auf verschiedenen Strecken in NRW zu Beeinträchtigungen und Sperrungen. Oft lagen Bäume auf den Gleisen. In Münster musste die Feuerwehr einen entwurzelten Baum aus einer Bahnoberleitung holen - die Bahnstrecke wurde dafür zeitweise gesperrt. Auch der Fernverkehr war beeinträchtigt. Die Züge warteten nach Angaben der Bahn aus Sicherheitsgründen an Bahnhöfen den Durchzug der Gewitterfront ab und setzten danach die Fahrt fort. Betroffen seien die Fernverkehrsverbindungen Münster - Osnabrück - Bremen sowie von Osnabrück in die Niederlande und vom Ruhrgebiet nach Hannover. Der Zugbetrieb der Linie RE 6 (RRX) zwischen Hamm und Minden in Ostwestfalen sei eingestellt worden, hieß es auf der Seite Zuginfo.NRW. Auch auf weiteren Strecken etwa zwischen Hagen und Gevelsberg, Lippstadt und Hofgeismar sowie in Münster fuhren keine Züge mehr. Über dem Bereich eines Klimacamps in Dortmund zog ein schweres Gewitter auf. Zum Schutz der Teilnehmenden stellten die Feuerwehr und die Stadt Hamm nach Angaben der Dortmunder Polizei einen Bustransfer zu einer Turnhalle für die Aktivisten zur Verfügung. In Münster hatte die Feuerwehr binnen zwei Stunden mehr als 120 Einsätze. «Wir haben Vollarm hier», sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur. Viele Keller liefen voll, auf den Straßen lagen umgestürzte Bäume. Zwei Ruderer wurden aus der Werse gerettet. «Sie waren von dem Bei dem Versuch, eine überflutete Straße zu durchfahren, blieb ein Autofahrer in Witten mit seinem Fahrzeug im Wasser stecken. Er kletterte auf das Fahrzeugdach und wurde dann von der Feuerwehr unverletzt gerettet, wie diese mitteilte. Die Einsatzkräfte waren wegen des Gewitters aber auch wegen abgeknickter Bäume und Wasser auf Fahrbahnen und in Gebäuden unterwegs. Auch im Kreis Warendorf stürzten Bäume um und Keller liefen voll. In der Stadt Warendorf gebe es aktuell rund 20 Einsätze, unter anderem sei ein Blitz in ein ländliches Anwesen eingeschlagen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Es würden aber mehr Einsätze erwartet. Die Leitstelle für den Kreis Warendorf laufe vor Notrufen über. Im Kreis Soest waren am Abend nach Angaben der Feuerwehr rund 350 Einsatzkräfte unterwegs. Der Schwerpunkt lag dabei im nördlichen Kreisgebiet, insbesondere in der Stadt Lippstadt mit rund 50 unwetterbedingten Einsätzen. Die Bahnlinien Soest-Dortmund, Soest-Hamm und Soest-Lippstadt waren unwetterbedingt gesperrt. Eine Einsatzkraft wurde an der Hand verletzt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte für Teile Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens vor schwerem Gewitter, heftigem Starkregen und Hagel. Eine amtliche Unwetterwarnung (Stufe 3 von 4) gab der Wetterdienst am frühen Abend für Gebiete im Südwesten Niedersachsens und im Norden Nordrhein-Westfalens heraus.Bäume auf Gleisen
Unwetter auch über Klimacamp
Münster: Ruderer halten sich an Baum fest
Unwetter überrascht worden und hielten sich in Ufernähe an einem Baum
fest», teilte die Feuerwehr mit. Ein Open-Air-Konzert musste nach Angaben des WDR nahe der Halle Münsterland abgebrochen werden.Witten: Autofahrer von Dach gerettet
Kreis Warendorf: Blitz schlägt ein
Soest: Rund 350 Einsatzkräfte unterwegs
Warnung des Deutschen Wetterdienstes
Bildnachweis: © David Ebener/dpa
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Unwetter wütet im Westen Deutschlands
Heftige Gewitter, Starkregen und Hagel ziehen über den Westen Deutschlands. Bäume stürzen um, Straßen sind überflutet, Fernzüge werden zurückgehalten.
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