8. Mai 2026 / Aus der Welt

Hantavirus bei deutscher Kontaktperson nicht nachgewiesen

Unter hohen Schutzmaßnahmen ist eine Deutsche vom Kreuzfahrtschiff «Hondius» zur Untersuchung nach Düsseldorf gebracht worden. Was ergaben die Untersuchungen bisher?

Eine Kontaktperson wurde nach Düsseldorf ins Uniklinikum gebracht.
Veröffentlicht am 8. Mai 2026 um 14:20 Uhr

Das Hantavirus konnte in den Laboruntersuchungen bei einer in die Uniklinik Düsseldorf gebrachten Kontaktperson nicht nachgewiesen werden. Die Ergebnisse der umfangreichen virologischen Untersuchungen deuteten bisher nicht auf eine Infektion hin, teilte die Uniklinik mit. Die Person befindet sich den Angaben zufolge in einer stabilen klinischen Verfassung. Laut den niederländischen Behörden handelt es sich um eine 65-jährige Frau. 

Weil die Inkubationszeit des Erregers aber sehr variabel sei und das Auftreten von Symptomen mehrere Wochen dauern könne, seien weitere Kontrollen und eine klinische Beobachtung erforderlich, hieß es. Die Schutzmaßnahmen an der Uniklinik Düsseldorf würden deshalb weiter aufrechterhalten. Nähere Angaben zu der Person wie Alter und Geschlecht macht die Uniklinik nicht. 

65-Jährige ohne Symptome

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Donnerstag berichtet, dass eine 65-jährige Deutsche in Düsseldorf im Krankenhaus sei, aber keine Symptome habe. Sie hatte demnach an Bord des Schiffes engen Kontakt zu einer Person, die später nach einer Hantavirus-Infektion gestorben ist. 

Die Kontaktperson war am späten Mittwochabend mit einem speziellen Transport-Konvoi zur vorsorglichen Untersuchung in der Uniklinik angekommen. Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf hatten sie zuvor am Flughafen in Amsterdam übernommen.


Bildnachweis: © Persbureau Heitink/dpa
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