21. Dezember 2025 / Aus der Welt

Heiligabend in Venedig: Verzicht auf Musik-Events und Böller

Keine Musik, kein Ausschank im Freien: Venedig setzt an Heiligabend auf Stille. Was will der Bürgermeister mit den Verboten vor allem rund um Kirchen erreichen?

Venedig will ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. (Archivbild)
Veröffentlicht am 21. Dezember 2025 um 05:32 Uhr

Venedigs Bürgermeister will seinen Einwohnern ein ruhiges Weihnachtsfest verschaffen. Er erließ eine Verordnung, die an Heiligabend ab 22.00 Uhr Musikveranstaltungen, das Ausschenken von Getränken auf behördlich genehmigten Terrassen und den Verkauf von Speisen und Getränken durch fliegende Händler in bestimmten Bereichen der Stadt verbietet. Untersagt ist auch das Zünden von Feuerwerkskörpern.

Stille Nacht, heilige Nacht 

Die Regelung gilt laut der Veröffentlichung auf der Internetseite der Kommune im Umkreis von 500 Metern um Kirchen und anderen religiösen Gebäuden sowie auf bestimmten Plätzen im Stadtteil Mestre, der auf dem Festland liegt. Lebensmittelgeschäfte müssen an Heiligabend um 22.00 Uhr schließen und dürfen erst am ersten Weihnachtsfeiertag um 6.00 Uhr wieder öffnen. 

Mit der Maßnahme sollen laut Kommune Störungen verhindert werden, wie sie in den vergangenen Jahren immer wieder bei größeren Veranstaltungen entstanden seien. Außerdem solle die Regelung dem Wunsch der Anwohner nach Ruhe über Weihnachten nachkommen.

Andrang an Silvester erwartet 

Auch für Silvester erließ die Stadt Regelungen. Vom 31. Dezember um 19.00 Uhr bis zum Neujahrsmorgen um 6.00 Uhr ist der Verkauf von Getränken in Glas- und Plastikflaschen sowie in Dosen verboten. Auch dürfen auf den Straßen keine Getränke aus Gläsern oder Glasflaschen konsumiert werden. Es werde großer Andrang für die Neujahrsnacht in der Stadt erwartet, hieß es. Deshalb könne es auch für Fußgänger zu Einschränkungen kommen.

Die Lagunenstadt versucht auch übers Jahr, den Touristenansturm zu kanalisieren. Seit einiger Zeit verlangt die Stadt an bestimmten Tagen von Kurzbesuchern Geld. 2026 werden es zehn Euro sein - an 60 Tagen.


Bildnachweis: © Christoph Sator/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Aus der Welt

Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

weiterlesen...
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Aus der Welt

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien wird in Göttingen ein Polizist schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist zunächst auf der Flucht - dann aber stellt er sich.

weiterlesen...
Hitzealarm im Westen – Wetterdienst ruft zur Vorsicht auf
Aus der Welt

Am Donnerstag war es bereits heiß, der Freitag legt noch eine Schippe drauf. Wo es wie warm wird - und für wen das besonders kritisch ist.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Aus der Welt

Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.

weiterlesen...
Weiterer Ebola-Patient in Deutschland - Zustand stabil
Aus der Welt

Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Die behandelnde Klinik gibt nur wenige Informationen zu dem Fall.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Aus der Welt

Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.

weiterlesen...
Weiterer Ebola-Patient in Deutschland - Zustand stabil
Aus der Welt

Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Die behandelnde Klinik gibt nur wenige Informationen zu dem Fall.

weiterlesen...