Für Hundebesitzer ist es schlimm mitzuerleben, wenn ihr Tier leidet. Um auf Notsituationen besser vorbereitet zu sein, können sie Erste-Hilfe-Kurse belegen. Diese werden inzwischen bundesweit von verschiedenen Trägern angeboten, etwa von Hilfsorganisationen wie den Maltesern, Johannitern oder dem Roten Kreuz, von Tierärztinnen und -ärzten sowie von örtlichen Hundevereinen. Hier ein Einblick in einen Kurs beim Verein Tierschutz Halle in Sachsen-Anhalt: «Dass Hunde keine Schokolade essen dürfen, wissen die meisten. Dass Zahnpasta, Süßigkeiten auf dem Wohnzimmertisch oder Orchideen auf der Fensterbank zu einer wirklichen Gefahr werden können, hören viele Hundebesitzer allerdings hier zum ersten Mal», sagt Tierheilpraktikerin Diana Meintschel. Besonders vor Vergiftungen hätten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer große Angst, sagt die Tierheilpraktikerin. «Ich kann was das angeht nur raten: Wer den Verdacht hat, sollte möglichst schnell zum Arzt.» In Halle zeigt Meintschel gemeinsam mit Hundetrainer Jens Bach Besitzerinnen und Besitzern von Hunden auch, was sie dabeihaben sollten, um möglichst gut helfen zu können. Die Halter werden geschult, wie sie sich im Notfall zu verhalten haben. Zum Kurs gehört nicht nur Theorie, sondern auch Praxis. Es werden Pfoten verbunden, Hunde-Dummys wiederbelebt und Erste-Hilfe-Koffer auseinandergenommen. Den Kurs bietet der Tierschutzverein seit dem vergangenen Jahr an. «Hier in der Region füllen wir damit eine echte Lücke. Viele Hundebesitzer haben mit dem Thema Erste Hilfe an Hunden leider oft keine wirklichen Berührungspunkte - bis etwas passiert», berichtet Bach. Thomas Frömmig hat mit seiner französischen Bulldogge Buddy schon mehrere Notsituationen erlebt. Buddy hatte etwa auf einer Wespe gekaut, daraufhin schwoll sein Kopf an. «Ich bin natürlich sofort zum Tierarzt gefahren, der dann helfen konnte», erzählt der Hundehalter. Für Buddy hatte er schon vor dem Kurs immer ein Erste-Hilfe-Set dabei. Daniela Troll hat mit ihrer inzwischen verstorbenen Hündin ebenfalls eine Notsituation erlebt. «Sie ist mitten auf der Straße umgekippt und krampfte. Da stand ich natürlich erst einmal unter Schock. In so einer Situation übernimmt dann zum Glück der Instinkt», erinnert sich die Kursteilnehmerin. Wenn man in solch einer Notlage zusätzlich über Erste-Hilfe-Wissen verfüge, sei das auf jeden Fall besser.Gefahren lauern im eigenen Haus
Pfoten verbinden und Wiederbelebung auf dem Programm
Halter wollen vorbereitet auf den Notfall sein
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Herz-Druck-Massage beim Hund will gelernt sein
Was braucht mein Vierbeiner, wenn er krampft, würgt oder gar bewusstlos wird? In Erste-Hilfe-Kursen für Hunde werden Besitzer auf den Ernstfall vorbereitet - zum Beispiel in Halle in Sachsen-Anhalt.
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