12. Juni 2026 / Aus der Welt

Høiby wird Urteilsverkündung vom Gefängnis aus verfolgen

Im Fall um Marius Borg Høiby gibt es kurz vor dem Urteilsspruch eine neue Wendung: Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit wird zur Urteilsverkündung nicht ins Gericht kommen.

Marius Borg Høiby, hier auf einer Gerichtszeichnung zu sehen, wird die Urteilsverkündung vom Gefängnis aus verfolgen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 12. Juni 2026 um 16:54 Uhr

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, kommt zu seiner Urteilsverkündung am Montag nicht ins Gericht. Wie das Osloer Bezirksgericht der Nachrichtenagentur NTB mitteilte, werde der 29-Jährige den Urteilsspruch «aufgrund von dokumentierten gesundheitlichen Ursachen» über einen Video-Link vom Gefängnis aus mitverfolgen. Das bestätigte demnach auch seine Anwältin Ellen Holager Andenæs, ohne jedoch näher auf die Gesundheit ihres Klienten einzugehen.

Das Urteil im Mammutprozess gegen Høiby ist für Montagmorgen angekündigt. Der älteste Sohn der Kronprinzessin aus einer früheren Beziehung ist in 40 Punkten angeklagt. Unter anderem soll er vier Frauen nach norwegischem Recht vergewaltigt haben, während diese schliefen. Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre und sieben Monate Haft.

Antrag auf Freilassung aus U-Haft abgelehnt

Jüngst hatte Høiby die Freilassung aus der Untersuchungshaft beantragt, um bei seiner lebensbedrohlich kranken Mutter sein zu können. Ein Berufungsgericht wies dies ab und begründete, dass «weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass Høiby im Falle seiner Freilassung neue Straftaten begehen werde», berichtete der norwegische Rundfunk. Dabei bezogen sich die Richter vor allem auf ein Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin, gegen das der 29-Jährige in der Vergangenheit bereits mehrfach verstoßen hatte.

Høibys Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit (52), leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose. Zuletzt hat sich ihr Zustand deutlich verschlechtert. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass sie auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gekommen ist.


Bildnachweis: © Ane Hem/NTB/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Aus der Welt

Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

weiterlesen...
Hitze und Fußball führen zu Stromausfall in Rüsselsheim
Aus der Welt

Fernseher laufen wegen der WM-Übertragung, Ventilatoren und Klimaanlagen wegen der Hitze. In Rüsselsheim ging deswegen bei vielen Menschen das Licht aus.

weiterlesen...
Leichen von zwei Männern nach Sprung in Bodensee entdeckt
Aus der Welt

Trotz Tauchern, Hubschrauber und Sonar: Zwei Senioren sind nach einem Sprung ins Wasser im Bodensee ertrunken. Wie riskant Baden bei der Hitze werden kann, zeigt ein Blick auf weitere Fälle.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Auflagen für Verdächtigen vor Tod in Zelle gelockert
Aus der Welt

Warum wurde die engmaschige Überwachung des mutmaßlichen Täters von Stade kurz vor seinem Tod beendet? Das Justizministerium steht vor heiklen Fragen.

weiterlesen...
Online-Trading-Betrug: Opfer investieren über eine Million
Aus der Welt

24 Menschen aus ganz Deutschland sollen Geld in vermeintliche Online-Trading-Plattformen investiert haben. Doch Gewinne wurden nie ausgezahlt. Was die Ermittler einer Frau aus Schweden vorwerfen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Auflagen für Verdächtigen vor Tod in Zelle gelockert
Aus der Welt

Warum wurde die engmaschige Überwachung des mutmaßlichen Täters von Stade kurz vor seinem Tod beendet? Das Justizministerium steht vor heiklen Fragen.

weiterlesen...
Online-Trading-Betrug: Opfer investieren über eine Million
Aus der Welt

24 Menschen aus ganz Deutschland sollen Geld in vermeintliche Online-Trading-Plattformen investiert haben. Doch Gewinne wurden nie ausgezahlt. Was die Ermittler einer Frau aus Schweden vorwerfen.

weiterlesen...