Die gewaltige Explosion in einem Hafenkomplex im Süden Irans ist einem ersten Bericht zufolge auf mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen zurückzuführen. Nach dem Unglück sei von einem Untersuchungskomitee festgestellt worden, dass grundlegende Sicherheitsvorschriften und zivile Schutzmaßnahmen nicht eingehalten worden waren, hieß es in einer Regierungserklärung. Die Sicherheits- und Justizbehörden arbeiten demnach mit Nachdruck, die Verantwortlichen zu identifizieren. Weitere Details gingen aus der ersten Stellungnahme zunächst nicht hervor. In sozialen Medien spekulierten Experten und Nutzer über einen möglichen Sabotageakt durch den Erzfeind Israel. Die Explosion ereignete sich zur dritten Runde der Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den USA. In den vergangenen Wochen hatte die iranische Regierung Befürchtungen geäußert, dass Befürworter einer militärischen Aktion gegen das Land versuchen könnten, den diplomatischen Weg zu sabotieren. Die Explosion mit mindestens 65 Toten und mehr als 1.000 Verletzten hatte sich am Samstagmittag im Hafen Schahid Radschai nahe der Küstenmetropole Bandar Abbas ereignet. Der Brand und die Wucht der Detonation richteten erhebliche Schäden an. Fotos in iranischen Medien zeigten verkohlte und deformierte Containerstapel inmitten eines Bildes der Verwüstung. Sechs Menschen werden weiterhin vermisst. Am Montag teilten die Behörden mit, dass das Feuer inzwischen gelöscht sei.
Bildnachweis: © Uncredited/Iranian Presidency Office/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Irans Regierung: Mangelhafte Sicherheit führte zur Explosion
Eine verheerende Detonation in einem Containerhafen am Persischen Golf fordert mehr als 60 Tote und Hunderte Verletzte. Nun veröffentlicht die Regierung eine erste Einschätzung zur Ursache.
Meistgelesene Artikel
Giftige Gase im Hotelpool: Mehr als 60 Gäste, darunter Kinder und Senioren, landen nach dem Schwimmen in der Klinik. Wie konnte das passieren?
Vor einem Jahr verunglückte die Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier im Karakorum-Gebirge. Familie und Freunde begehen den Todestag in aller Stille - in Erinnerung an Dahlmeiers Lebensfreude.
Tagsüber wird beim Christopher Street Day ausgelassen gefeiert, am Abend gibt es bei einem Angriff eine Tote und viele Verletzte. Was bisher über den mutmaßlichen Täter bekannt ist.
Neueste Artikel
- 13. August 2026
Zug im Südosten Englands entgleist – mehrere Verletzte
Am späten Nachmittag entgleist in der Grafschaft East Sussex ersten Erkenntnissen zufolge ein Zug. Noch ist vieles unklar.
- 13. August 2026
Plötzlich wird es still am Trümmerberg in Cali
In Kolumbiens Stadt Cali halten Menschen an einem eingestürzten Gebäude den Atem an. An den Trümmern helfen Freiwillige, beten Angehörige – und plötzlich gibt es Grund zur Hoffnung.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. August 2026
Zug im Südosten Englands entgleist – mehrere Verletzte
Am späten Nachmittag entgleist in der Grafschaft East Sussex ersten Erkenntnissen zufolge ein Zug. Noch ist vieles unklar.
- 13. August 2026
Plötzlich wird es still am Trümmerberg in Cali
In Kolumbiens Stadt Cali halten Menschen an einem eingestürzten Gebäude den Atem an. An den Trümmern helfen Freiwillige, beten Angehörige – und plötzlich gibt es Grund zur Hoffnung.

