Nach einem starken Erdbeben vor der Küste Japans warnen die zuständigen Behörden vor einem Tsunami mit bis zu einem Meter hohen Wellen. Zunächst war die japanische Meteorologie-Behörde sogar von bis zu drei Meter hohen Wellen ausgegangen. Das Erdbeben mit der Stärke von 7,5 habe sich am späten Abend (Ortszeit) in einer Tiefe von 50 Kilometern ereignet und war auch in mehreren Städten spürbar. Zunächst hatte die Behörde die Stärke mit 7,6 angegeben. Die Katastrophenschutz-Behörde sprach von 23 Verletzten. Drei Personen werden demnach vermisst. Große Schäden wurden zunächst nicht bekannt. Von Flutwellen gefährdet sind nach Behördenangaben vor allem südliche Küstengebiete der Insel Hokkaido sowie nordöstliche Gebiete von Honshu, der größten Insel Japans. Die Tsunami-Warnung wurde nach einer Weile auf eine geringere Stufe gesetzt. Die höchste bisher gemessene Welle von 70 Zentimetern traf die Küstenstadt Kuji auf Honshu, wie die Meteorologie-Behörde mitteilte. In Urakawa auf Hokkaido wurden 50 Zentimeter gemessen. Die Behörde warnte auch vor möglichen Nachbeben. Wie der japanische Sender NHK berichtete, ordneten mehrere Gemeinden Evakuierungen an. Im Büro von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi habe die Regierung einen Krisenstab einberufen. Dem Bericht zufolge möchte die Meteorologie-Behörde zeitnah eine Pressekonferenz abhalten, um über weitere Maßnahmen zu informieren. Der Betreiber der japanischen Atomruine Fukushima Daiichi teilte mit, dass wegen der Tsunami-Warnung Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden seien. «Derzeit gibt es keine Anomalie im System», teilte der Konzern Tepco (Tokyo Electric Power Company Holdings) auf seiner Internetseite mit. In dem Atomkraftwerk im Nordosten des Inselstaates war es im März 2011 infolge eines schweren Erdbebens und gewaltigen Tsunamis zu mehreren Kernschmelzen gekommen, nachdem die Kühlsysteme ausgefallen waren. Tsunamis genannte Flutwellen können entstehen, wenn Erdbeben oder Vulkanausbrüche den Meeresboden erschüttern. Im Gegensatz zu normalen oberflächlichen Wellen ist der Tsunami (japanisch: große Welle im Hafen) besonders gefährlich, weil sich die tiefen Wasserschichten in Bewegung setzen.Warnstufe herabgestuft
Vorsichtsmaßnahmen an Atomruine Fukushima
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Erdbeben vor der Küste alarmiert Japan - Warnstufe gesenkt
Vor der Küste Japans kommt es zu einem schweren Erdbeben, mehrere Menschen werden verletzt. Die Behörden warnen zunächst vor bis zu drei Meter hohen Wellen - doch ganz so schlimm soll es nicht kommen.
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