Drei Skifahrer sind nach Lawinenabgängen in den französischen Alpen laut Medienberichten gestorben. Auch in Österreich starb eine Frau, nachdem sie von Schneemassen mitgerissen worden war. Im französischen Skigebiet La Plagne sei ein um die 50 Jahre alter Brite unter einer Schneelawine verschüttet worden, hieß es unter Berufung auf eine Mitteilung des Ortes. 52 Rettungskräfte, Lawinenhunde und ein Hubschrauber seien im Einsatz gewesen, doch es habe 50 Minuten gedauert, bis der Mann unter 2,5 Metern Schnee aufgefunden werden konnte, berichteten französische Medien. Er konnte demnach nicht wiederbelebt werden. Im nahegelegenen Ort Courchevel, ebenfalls in den Savoyen, wurde den Berichten zufolge eine weitere Person unter einer Lawine verschüttet und am späten Vormittag tot aufgefunden. Das Skigebiet machte demnach dazu keine weiteren Angaben. Die regionale Tageszeitung «Le Dauphiné libéré» berichtete zudem von mehreren verletzten Skifahrern und Snowboardern in den Orten Tignes und Orelle. Ein 32-Jähriger starb darüber hinaus in einer Lawine in Vallorcine nahe der Grenze zur Schweiz, wie Medien weiter unter Berufung auf die Gebirgs-Gendarmerie berichteten. Er sei abseits der Pisten unterwegs gewesen. Die Lawine habe ihn gegen einen Baum geschleudert. Er erlag seinen Verletzungen, hieß es. Einen Tag zuvor gab es bereits drei Todesopfer bei Lawinen in der Region. Insgesamt gab es in den Savoyen am Sonntag mehrere Lawinen. Die örtliche Präfektin rief auf ihrer Facebook-Seite zu Vorsicht auf. «Um 12.30 Uhr sind die Rettungsdienste bereits bei sechs Lawinenabgängen auf verschiedenen Bergmassiven im Einsatz gewesen», teilte sie mit. Die Lawinengefahr sei auch in den kommenden Tagen in allen Berggruppen hoch. Die Präfektin riet vom Fahren abseits der Pisten dringend ab. Auch in Österreich gingen eine Reihe von Lawinen ab. Die Folge: Eine Tote und mehrere Verletzte. Im Bundesland Tirol wurde eine 58 Jahre alte Frau in Weerberg mitgerissen, wie die Polizei mitteilte. Die Österreicherin konnte aus den Schneemassen befreit werden, doch sie starb in einer Klinik. Unter den Verletzten waren zwei deutsche Wintersportler, die in Zürs am Arlberg auf einem Steilhang von einem Schneebrett erfasst wurden. Nach Angaben der Polizei wurden die Männer im Alter von 60 und 55 Jahren in Kliniken geflogen. In der Nähe von Kitzbühel löste ein 17-jähriger Deutscher eine etwa 350 Meter lange und 120 Meter breite Lawine aus, wie die Polizei berichtete. Dank eines Lawinenairbags überlebte er unverletzt. Die Lawinengefahr im Westen Tirols und im Bundesland Vorarlberg bleibt auch zu Wochenbeginn hoch, wie es in den neuesten Lagebewertungen hieß. In den Allgäuer Alpen in Bayern und in der Schweiz wurde das Risiko von hoch auf erheblich zurückgestuft.Lawinengefahr bleibt hoch
Eine Tote und mehrere Verletzte in Österreich
Bildnachweis: © Jean-Pierre Clatot/AFP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Lawinen in den Alpen - vier Skifahrer sterben
In den Savoyen in Frankreich fordern Lawinen an diesem Wochenende erneut Todesopfer. In Österreich stirbt eine Frau, zwei Deutsche werden verletzt. Die Gefahr bleibt hoch.
Meistgelesene Artikel
- 23. Juni 2026
Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.
- 16. Juni 2026
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien wird in Göttingen ein Polizist schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist zunächst auf der Flucht - dann aber stellt er sich.
Am Donnerstag war es bereits heiß, der Freitag legt noch eine Schippe drauf. Wo es wie warm wird - und für wen das besonders kritisch ist.
Neueste Artikel
- 12. Juli 2026
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Sollte die Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt werden? Eine neue Studie beschäftigt sich mit dieser Frage und kommt zu einer eindeutigen Antwort.
- 12. Juli 2026
Zwei Tote nach Schüssen bei Salsa-Festival in Toronto
Menschen feiern bei einem lateinamerikanischen Festival ausgelassen auf der Straße. Plötzlich fallen Schüssen. Zwei Menschen sind tot und der oder die Täter auf der Flucht.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 12. Juli 2026
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Sollte die Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt werden? Eine neue Studie beschäftigt sich mit dieser Frage und kommt zu einer eindeutigen Antwort.
- 12. Juli 2026
Zwei Tote nach Schüssen bei Salsa-Festival in Toronto
Menschen feiern bei einem lateinamerikanischen Festival ausgelassen auf der Straße. Plötzlich fallen Schüssen. Zwei Menschen sind tot und der oder die Täter auf der Flucht.

