14. August 2026 / Aus der Welt

Mangione gesteht tödlichen Angriff auf Versicherungschef

Die aufsehenerregende Tötung eines Versicherungsmanagers erschütterte die USA. Nun gesteht der Angeklagte Mangione die Tat – und gibt preis, was ihn dazu motiviert hat.

Mangione legte ein Geständnis ab. (Archivbild)
Veröffentlicht am 14. August 2026 um 19:37 Uhr

Luigi Mangione hat sich im Fall des getöteten Vorstandschefs des Krankenversicherers United Healthcare laut US-Medien schuldig bekannt. «Ich habe Herrn Thompson in Manhattan erschossen, und er ist gestorben», sagte Mangione bei einer Anhörung in New York, wie die Tageszeitung «USA Today» sowie die US-Sender NPR und MS NOW berichten. In dem Bundesverfahren wird ihm laut Gerichtsdokumenten unter anderem Stalking mit Todesfolge vorgeworfen. Bisher hatte der 28-Jährige auf nicht schuldig plädiert.

Mangione soll den Versicherungschef Brian Thompson am 4. Dezember 2024 auf einer Straße im New Yorker Stadtteil Manhattan erschossen haben, nachdem er ihm bereits länger nachgestellt haben soll. Der 50-Jährige war in einem Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. 

Der Fall erregte weltweit Aufmerksamkeit. In den USA löste er neben Empörung auch ungewöhnlich viele Sympathiebekundungen für Mangione aus. Viele US-Amerikaner kritisieren die hohen Kosten des Gesundheitssystems im Land.

Mangione spricht von Erfahrungen mit Gesundheitssystem

Laut dem Sender NBC News sagte Mangione vor Gericht, dass ihn seine Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem als Patient mit einer Rückenverletzung zu der Tat motiviert hätten.

Die Urteilsverkündung ist laut Medienberichten für den 18. Dezember angesetzt. Das Verfahren hätte eigentlich erst im Januar 2027 starten sollen. Das Schuldbekenntnis im Vorverfahren hat dieses nun überflüssig gemacht.

Es ist nicht das einzige Verfahren gegen Mangione - vor einem Gericht des Bundesstaates New York muss er sich unter anderem wegen Mordes verantworten. Der Prozessbeginn ist für Anfang September geplant. Mangiones Verteidigung beantragte jedoch, das Verfahren nach dem Schuldbekenntnis im Bundesverfahren einzustellen, wie Medien berichteten.


Bildnachweis: © Curtis Means/POOL DailyMail.com via AP/dpa
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