9. August 2026 / Aus der Welt

Drei Verletzte durch Schüsse in Dänemark

An einem Sonntagnachmittag fallen Schüsse in einer Wohngegend der dänischen Kleinstadt Holbæk. Zwei Tatverdächtige stellen sich am Abend selbst. Die Polizei ist weiter mit vielen Kräften vor Ort.

In einer Kleinstadt in Dänemark sind Schüsse gefallen. (Symbolbild).
Veröffentlicht am 9. August 2026 um 22:00 Uhr

Bei Schüssen in der dänischen Kleinstadt Holbæk sind drei Männer verletzt worden. Lebensgefahr bestehe nicht, teilte die Polizei der Deutschen Presse-Agentur mit. Zwei Tatverdächtige haben sich am Abend den Angaben zufolge selbst der Polizei gestellt und wurden festgenommen. Nach einem weiteren mutmaßlich Beteiligten wird gesucht. 

Ein 23-Jähriger steht unter dem Verdacht des versuchten Totschlags. Ein ebenfalls festgenommener 22-Jähriger werde der Beihilfe zum versuchten Totschlag verdächtigt, teilte die Polizei in einer Mitteilung am Abend mit. Beide sollen voraussichtlich am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Schüssen war Schlägerei vorausgegangen

Bevor die Schüsse fielen, sei es innerhalb einer größeren Gruppe in einer Wohnsiedlung zu einer Schlägerei gekommen, berichtete die Polizei. Anschließend sei ein Auto vorgefahren, kurz darauf seien Schüsse gefallen. Ein weiterer Mann, der anschließend hinter den Wagen hergefahren und dabei verunglückt sei, wurde festgenommen. Seine Rolle werde noch untersucht.

Ein zunächst gesuchtes Auto, mit dem Tatverdächtige vom Tatort weggefahren sein sollen, befindet sich inzwischen in der Obhut der Polizei, teilten die Einsatzkräfte mit.

Polizei spricht von Auseinandersetzung im kriminellen Milieu

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Schüsse auf eine Auseinandersetzung im kriminellen Milieu zurückzuführen seien. Zum genaueren Motiv könne man derzeit keine Angaben machen, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei war am Abend weiterhin mit zahlreichen Kräften in Holbæk im Einsatz, befragte Zeugen und untersuchte die Tatorte.

Die Hafenstadt Holbæk liegt rund 60 Kilometer von der Hauptstadt Kopenhagen entfernt.


Bildnachweis: © Steffen Trumpf/dpa
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