9. September 2026 / Aus der Welt

Messerangriffe in Freiburg – Polizei vermutet selben Täter

Binnen weniger Tage werden zwei Menschen in Freiburg Opfer von Messerangriffen. Nun geben die Behörden bekannt: In beiden Fällen soll derselbe Tatverdächtige zugestochen haben.

Der 30-Jährige soll noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.
Veröffentlicht am 9. September 2026 um 14:50 Uhr

Der Tatverdächtige eines tödlichen Messerangriffs in Freiburg hat vor wenigen Tagen mutmaßlich schon mal einen Menschen mit einem Messer angegriffen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurde der 30-Jährige noch am Abend nach der tödlichen Tat festgenommen. Er ist demnach deutscher Staatsbürger und soll noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Wie die Polizei zuvor mitgeteilt hatte, wurde am Dienstagabend ein Notruf abgesetzt, dass auf einem Parkplatz ein schwer verletzter Mann gefunden wurde. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte sei der 74-Jährige leblos gewesen und konnte trotz medizinischer Maßnahmen durch den Rettungsdienst nicht mehr gerettet werden. Das Opfer habe Stich- und Schnittverletzungen aufgewiesen. Am Dienstagmorgen lagen Blumen am Tatort. Auf dem Boden sind noch die grünen Markierungen zu sehen. 

Tatverdächtiger noch am Abend festgenommen

Dank der Aussagen von Zeugen habe die Polizei sofort in die Fahndung übergehen und den Tatverdächtigen festnehmen können, so die Staatsanwaltschaft. Auch die mutmaßliche Tatwaffe sei in der Nähe des Tatorts gefunden worden.

Zunächst blieb unklar, ob der 30-Jährige und das Opfer sich kannten und welches Motiv hinter der Tat vor einem kirchlichen Gemeindezentrum stand. Auf einen religiösen Hintergrund habe es keine Hinweise gegeben. Weitere Menschen seien nicht angegriffen worden.

Außerdem werde der 30-Jährige dringend verdächtigt, für einen weiteren Messerangriff in Freiburg am vergangenen Sonntag verantwortlich sein. Demnach soll der Mann nahe der Innenstadt einem 29-Jährigen begegnet sein. Plötzlich soll der Tatverdächtige ein Messer gezogen und ihn damit angegriffen haben. Der 29-Jährige wurde demnach schwer verletzt und konnte sich auf eine Straße retten. Der Tatverdächtige konnte nach dieser Tat zunächst nicht ausfindig gemacht werden.


Bildnachweis: © Philipp von Ditfurth/dpa
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