Bei einem Flugzeugunglück in Bolivien sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Darunter sei auch ein Neugeborenes, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes mit. Die Militärmaschine der bolivianischen Luftwaffe sei bei der Landung von der Piste abgekommen und vollständig zerstört worden, berichtete unter anderem die Tageszeitung «El Deber» unter Berufung auf die Feuerwehr. Dutzende Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden. Wie das bolivianische Verteidigungsministerium mitteilte, transportierte das abgestürzte Flugzeug Geld. Es weise jedoch keine offizielle Nummerierung oder Seriennummer auf und habe daher keinen gesetzlichen oder kommerziellen Wert. «Das Sammeln, der Besitz oder die Verwendung dieses Geldes stellt eine Straftat dar», hieß es in der Mitteilung. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich dem Unglücksort nicht zu nähern. Zuvor hatte sich dort eine große Menschenmenge versammelt und versucht, Geldscheine an sich zu nehmen. Einsatzkräfte setzten lokalen Medienberichten zufolge Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen. Zwölf Verdächtige wurden wegen Diebstahls festgenommen, wie die amtliche Nachrichtenagentur ABI unter Berufung auf die örtliche Staatsanwaltschaft meldete. Der Nationale Journalistenverband berichtete, Personen hätten Nachrichtenteams während der Berichterstattung über den Unfall mit ungewöhnlicher Gewalt angegriffen, um das transportierte Geld zu stehlen. Wie die Zeitung «El Deber» berichtete, beschloss die Zentralbank von Bolivien die verbliebenen Banknoten zu verbrennen, um weitere Spannungen zu vermeiden. Nach ersten Berichten wurden auch etwa 15 Fahrzeuge am Unglücksort beschädigt oder zerstört. «Unter den betroffenen Fahrzeugen befinden sich Kleinbusse, Privatwagen und sogar ein Sattelzug, die beim Absturz des Flugzeugs in der Gegend getroffen wurden. Einige Fahrzeuge wurden zu einem Haufen Schrott zerquetscht, und unter den Trümmern befinden sich Tote», zitierte «La Razón» den nationalen Feuerwehrdirektor Pavel Tovar. Er schloss demnach nicht aus, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. Die Ursache des Unglücks war zunächst unbekannt.Festnahmen von Plünderern
Ursache noch unbekannt
Bildnachweis: © Juan Karita/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mindestens 20 Tote bei Flugzeugunglück in Bolivien
Ein mit Geldscheinen beladenes Militärflugzeug kommt in El Alto von der Piste ab. Am Unglücksort kommt es zu chaotischen Szenen und Plünderungen. Das Geld sei aber wertlos, heißt es.
Meistgelesene Artikel
- 23. Juni 2026
Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.
- 26. Juni 2026
Hitze und Fußball führen zu Stromausfall in Rüsselsheim
Fernseher laufen wegen der WM-Übertragung, Ventilatoren und Klimaanlagen wegen der Hitze. In Rüsselsheim ging deswegen bei vielen Menschen das Licht aus.
Trotz Tauchern, Hubschrauber und Sonar: Zwei Senioren sind nach einem Sprung ins Wasser im Bodensee ertrunken. Wie riskant Baden bei der Hitze werden kann, zeigt ein Blick auf weitere Fälle.
Neueste Artikel
- 21. Juli 2026
Deutsche Urlauberin stürzt in Südtirol zu Tode
Im Passeiertal macht sich eine Gruppe von Wanderern auf den Weg zu einer Tour. Kurz danach verunglückt eine etwa 60 Jahre alte Frau tödlich. Die anderen werden psychologisch betreut.
- 21. Juli 2026
Erfolge im Kampf gegen großen Waldbrand bei Madrid
Nach fünf Tagen gibt es Hoffnung: Einsatzkräfte stoppen weitgehend die Ausbreitung des Waldbrands unweit der spanischen Hauptstadt. Wie die Wetterlage die Löscharbeiten erschwert.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 21. Juli 2026
Deutsche Urlauberin stürzt in Südtirol zu Tode
Im Passeiertal macht sich eine Gruppe von Wanderern auf den Weg zu einer Tour. Kurz danach verunglückt eine etwa 60 Jahre alte Frau tödlich. Die anderen werden psychologisch betreut.
- 21. Juli 2026
Erfolge im Kampf gegen großen Waldbrand bei Madrid
Nach fünf Tagen gibt es Hoffnung: Einsatzkräfte stoppen weitgehend die Ausbreitung des Waldbrands unweit der spanischen Hauptstadt. Wie die Wetterlage die Löscharbeiten erschwert.

