Nach dem spektakulären Millionen-Einbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse ist die Filiale seit Montag für die Kunden weitgehend wiedereröffnet worden. Geschlossen bleibt allerdings die Schließfachanlage. Die Polizei habe dort die Erfassung der im Tresorraum zurückgelassenen Unterlagen und Gegenstände abgeschlossen, der Raum bleibe aber vorerst weiter als Tatort versiegelt, sagte ein Polizeisprecher. Für die rund 3.000 betroffenen Schließfachkunden eröffnete die Sparkasse außerdem an einem anderen Standort eine Servicestelle. Dort sollten sie «transparent informiert» und beim weiteren Ablauf unterstützt werden, versprach Sparkassenchef Michael Klotz laut Mitteilung. Nach dem spektakulären Einbruch Ende Dezember gibt es zu den Tätern trotz intensiver Fahndung weiterhin keine heiße Spur. Die Bank ersetzt nachgewiesene Schließfachverluste bis zu einem Wert von 10.300 Euro. Die gestohlenen Schließfachinhalte sollen dazu in einer Inventarliste möglichst detailliert angegeben werden. Unter anderem dabei soll die Servicestelle helfen. Sowohl in der Filiale als auch in der Servicestelle blieb es am Montagvormittag ruhig. Es gab keinen Kundenandrang oder Proteste. «Nachdem die Aufräumarbeiten nahezu abgeschlossen sind, können wir im nächsten Schritt mit dem Kassen- und Servicebereich wieder ein Stück Normalität in der Filiale herstellen», erklärte Klotz. Der Selbstbedienungsbereich der Filiale mit Geldautomaten ist schon länger wieder offen. Zahlreiche Sparkassenkunden hatten über Anwälte und bei der Polizei angegeben, wesentlich höhere Summen als 10.300 Euro im Schließfach gelagert zu haben. Der Geschädigten-Anwalt Daniel Kuhlmann hat bereits drei Musterklagen gegen die Sparkasse erhoben. Er wirft ihr vor, Sicherheitsvorkehrungen vernachlässigt zu haben und fordert deshalb volle Haftung. Die Bank hat die Kritik mehrfach zurückgewiesen. «Unsere Sicherheitsvorkehrungen sind auf dem anerkannten Stand der Technik und sind aktuell», erklärte eine Sprecherin.Kein Andrang vor wiedereröffneter Filiale
Bereits drei Musterklagen erhoben
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Sparkasse Gelsenkirchen nach Millionen-Coup wieder offen
Knapp fünf Wochen nach dem spektakulären Millionen-Einbruch ist die Gelsenkirchener Sparkasse wieder offen für Kunden – mit Ausnahme der Schließfächer. Für Betroffene gibt es eine Servicestelle.
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