1. Mai 2025 / Aus der Welt

Ostsee-Ort Timmendorfer Strand: Knalltraumata nach Explosion

Erst gibt es einen lauten Knall, dann einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr im Niendorfer Hafen von Timmendorfer Strand. Mehrere Menschen werden verletzt.

Nach der Explosion der Gasflasche wurde der Bereich weiträumig abgesperrt.
Veröffentlicht am 1. Mai 2025 um 19:59 Uhr

Bei einer Explosion in der Gemeinde Timmendorfer Strand an der Ostsee in Schleswig-Holstein sind mehrere Menschen verletzt worden. Nach derzeitigem Sachstand explodierte eine auf dem Gelände des Niendorfer Hafens gelagerte, mit Acetylen gefüllte Gasflasche, wie die Polizei am Abend mitteilte.

Insgesamt zehn Personen hätten ein Knalltrauma erlitten, ein Mensch sei leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Es sei niemand schwer verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Hafen war zum Zeitpunkt der Explosion mit vielen Menschen bevölkert.

Es habe gegen 13.30 Uhr einen lauten Knall gegeben. Zahlreiche Einsatz- und Rettungskräfte der Polizei, des Rettungsdienstes und der Feuerwehr seien zum Ort des Geschehens alarmiert worden, teilte die Polizei mit. Der Bereich sei weiträumig abgesperrt worden. Warum es zu der Explosion in dem Urlaubsort kam, soll nun die Kriminalpolizei ermitteln. 

Augenzeuge: Teile der explodierten Gasflasche flogen bis ins Wasser

Ein Augenzeuge berichtete den Angaben zufolge, dass im Lagerraum einer Bootswerft eine Gasflasche hochgegangen sei. Teile der Flasche seien bis ins Wasser geflogen. Der Polizeisprecher sagte, es gebe keine Hinweise auf eine vorsätzliche Tat. 

In der Lagerhalle sollen noch 17 weitere Gasflaschen gelagert seien. Deshalb sei der Bereich im Umkreis von 300 Metern vorsichtshalber geräumt und abgesperrt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher dem Norddeutschen Rundfunk (NDR). Zwei Flaschen sollen wohl undicht sein. Aus Sicherheitsgründen würden die Flaschen mit Wasser gekühlt und sollen durch eine Spezialfirma gesichert werden.

Warn-Apps: Bereich weiträumig umfahren

Von der Sperrung betroffen waren auch die in der Nähe des Kommunalhafens verlaufende B76 sowie Restaurants und Imbisse. Die Warn-Apps Katwarn und Nina forderten die Menschen auf, den Bereich «aufgrund eines Schadenereignisses» weiträumig zu umfahren und sich nicht in das Gebiet rund um den Hafen in der Strandstraße zu begeben.


Bildnachweis: © Markus Scholz/dpa
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