Ermittlungen zu Erpressungen wegen angeblicher sexueller Leistungen haben zu Großeinsätzen der Polizei in Schleswig-Holstein, dem Saarland, Baden-Württemberg, Bremerhaven und Hamburg geführt. Etwa 600 Einsatzkräfte haben die Wohnungen von mehr als 70 Personen durchsucht, wie die Polizei mitteilte. Bei den Durchsuchungen am frühen Morgen ging es um Fälle von Erpressung wegen angeblicher sexueller Leistungen, bandenmäßigen Betrugs und Geldwäsche. Die Schadenssumme liegt laut Polizei im sechsstelligen Bereich. Allerdings wird ein höherer Schadensbetrag vermutet. Opfer zeigten solche Taten aus Schamgefühl oft nicht an, wie es hieß. Dem Einsatz vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen gegen etwa 70 Männer und Frauen, die auf Internet-Plattformen Kontakte mit sexuellem Hintergrund vermittelten. Den ausschließlich männlichen Geschädigten wurden sexuelle Leistungen gegen Bezahlung in Aussicht gestellt, die nie erbracht wurden. In einigen Fällen wurden die Geschädigten durch die Androhung von Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken zu Zahlungen erpresst. Bei den Durchsuchungen wurden neben Bargeld im fünfstelligen Bereich, Goldbarren und Luxusuhren auch Konto-Unterlagen und elektronische Speichermedien sichergestellt, die im weiteren Ermittlungsverfahren ausgewertet werden. Der Großteil der Verdächtigen stammt aus Flensburg und Umgebung, weshalb die Ermittlungen in Schleswig-Holstein geführt werden. Weitere Details, auch zu Festnahmen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft wegen der laufenden Ermittlungen nicht mit.Möglicherweise nicht alle Opfer bekannt
Auch Goldbarren und Luxusuhren sichergestellt
Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Razzia gegen mutmaßliche Sex-Erpresser
Die Polizei hat Wohnungen in mehreren Bundesländern durchsucht. Im Fokus: Erpressung mit angeblichen Sex-Angeboten und bandenmäßiger Betrug.
Meistgelesene Artikel
- 3. Oktober 2026
Adipositas in jungen Jahren: Sind Abnehmspritzen die Lösung?
Bei einigen Kindern mit extremem Übergewicht haben die üblichen Therapieansätze keinen Erfolg. GLP-1-Medikamente können ihnen helfen, den Hunger zu bremsen, allerdings sind die Langzeitfolgen unklar.
- 24. September 2026
Tödliche Bärenangriffe in Russland - Ermittler schreiten ein
Seit Wochen gibt es Berichte über Angriffe von Bären in verschiedenen Regionen Russlands. In einem Gebiet beklagen Behörden sechs Todesfälle - und erheben Vorwürfe.
- 1. Oktober 2026
Beispiellos: Entsetzen nach gescheiterter Hinrichtung
Die Hinrichtung von Christa Pike endet im Chaos: Augenzeugen berichten von einer beispiellosen gescheiterten Hinrichtung. Weitere Hinrichtungen sind in US-Bundesstaat Tennessee vorerst gestoppt.
Neueste Artikel
- 10. Oktober 2026
USA: Vier Tote und etliche ohne Strom durch Sturm «Isaias»
In mehreren Bundesstaaten im Süden der USA herrscht nach Ankunft von Sturm «Isaias» Ausnahmezustand. Nun werden erste Todesopfer bekannt. Auch in Mexiko bereitet man sich auf einen Hurrikan vor.
- 10. Oktober 2026
Mann betritt Tigergehege - tot
In einem Zoo im Norden Englands spielt sich ein dramatischer Vorfall ab. Ein Mann gerät in direkten Kontakt mit einem Sibirischen Tiger - mit tragischen Folgen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 10. Oktober 2026
USA: Vier Tote und etliche ohne Strom durch Sturm «Isaias»
In mehreren Bundesstaaten im Süden der USA herrscht nach Ankunft von Sturm «Isaias» Ausnahmezustand. Nun werden erste Todesopfer bekannt. Auch in Mexiko bereitet man sich auf einen Hurrikan vor.
- 10. Oktober 2026
Mann betritt Tigergehege - tot
In einem Zoo im Norden Englands spielt sich ein dramatischer Vorfall ab. Ein Mann gerät in direkten Kontakt mit einem Sibirischen Tiger - mit tragischen Folgen.

