Die große Hitze ist vorbei, aber angenehm ist das Wetter erst mal nicht. «Schon ab Dienstagnachmittag bilden sich in der schwül-heißen Luft in der Südosthälfte vom Bergland ausgehend einzelne, teils heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen sowie lokalem Unwetterpotenzial», erläutert Adrian Leyser Sturm von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. «Richtig turbulent wird es aber erst in der Nacht», so der Meteorologe. «Dann besteht vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen hohe Unwettergefahr, insbesondere durch heftigen Starkregen.» Demnach könnte es 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter Regen geben - örtlich seien sogar extreme Mengen bis 80 Liter pro Quadratmeter möglich. «Das entspricht dem ein- bis zweifachen einer üblichen Monatssumme an Niederschlag binnen weniger Stunden», erklärt Adrian Leyser Sturm. «Dabei kann es zu Überflutungen, vollgelaufenen Kellern und Hochwasser an kleinen Bächen und Flüssen sowie Erdrutschen kommen. Zudem besteht Aquaplaning-Gefahr.» Im äußersten Norden sollen die Temperaturen dabei 20 bis 25 Grad, im Südwesten bis zu 32 Grad erreichen. In der Nacht zum Mittwoch könne es von Südwesten häufiger Schauer und Gewitter geben, hieß es. Insbesondere in der Mitte und im Süden seien teils heftige Gewitter und Starkniederschläge mit Unwettergefahr möglich. Bereits in der Nacht zum Dienstag sind teils heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen über manche Landesteile hinweggezogen - so etwa im Süden und Osten Bayerns. In München setzte das Unwetter am Montag gegen 20.00 Uhr ein - mit Blitz, Donner, Starkregen und Hagel. Innerhalb weniger Minuten verwandelten sich Straßen und Wege in Bäche. Die bis dato noch immer hochsommerlichen Temperaturen von 26 Grad und mehr stürzten um mehrere Grade nach unten. Am Flughafen München zog das Gewitter seitlich vorbei, wie ein Sprecher der dpa sagte. Deshalb sei kein Abfertigungsstopp nötig gewesen. Es habe dennoch Verspätungen und Ausfälle gegeben, weil die Deutsche Flugsicherung wegen der Unwetter in vielen Regionen das Programm heruntergefahren habe, zudem hätten Airlines Flüge gestrichen. Der Montag war der bisher blitzreichste Tag in diesem Jahr in Bayern. Der Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids zählte 2.577 Einschläge im Freistaat. In Sachsen war der Montag gar der blitzreichste Tag seit 2023. Hier zählte der Dienst 1.553 Einschläge. Mit dem Regen dürfte aber auch etwas von vielen herbeigesehnte Abkühlung kommen. Für die Nacht auf Mittwoch werden Tiefstwerte zwischen 19 und 12 Grad erwartet. Die niedrigsten Werte soll es im Westen geben. Der Juni ist nach vorläufigen Angaben des DWD der zweitwärmste Juni gewesen, den es jemals gab. Die Temperatur habe im Mittel bei 19,5 Grad gelegen, teilte der Wetterdienst nach einer vorläufigen Auswertung mit. Nur 2019 sei es mit im Schnitt 19,8 Grad noch wärmer gewesen.Temperaturen deutlich unter 30 Grad
Nächte wieder unter 20 Grad
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«Richtig turbulent wird es in der Nacht» - Unwetter erwartet
Nach Hitze folgt Abkühlung – aber nicht ohne Risiko. Gewitter ziehen über Deutschland. Laut Wetterdienst sind Überflutungen und Erdrutsche möglich.
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