Für ein kleines italienisches Kind besteht nach einer misslungenen Verpflanzung eines Spenderherzens infolge eines Transportfehlers praktisch keine Hoffnung mehr. Ein Ärztegremium aus verschiedenen Kliniken kam am Nachmittag in Neapel zu der Einschätzung, dass eine nochmalige Operation des Zweijährigen aus medizinischer Sicht keinen Sinn mehr habe. Das Kind liegt seit fast zwei Monaten in der süditalienischen Großstadt auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Beim Transport war das Ersatzorgan falsch gekühlt worden. Das Schicksal des kleinen Jungen beschäftigt ganz Italien. In den vergangenen Tagen gab es von Ärzten unterschiedliche Einschätzungen, ob er noch einmal operiert werden kann. Deshalb reisten Herz-Chirurgen vier verschiedener Kliniken am Mittwoch nach Neapel. Nach ihrem Besuch am Krankenbett wurde eine Mitteilung veröffentlicht. Darin heißt es: «Auf der Grundlage der letzten Untersuchungen wird festgestellt, dass der Zustand des Kindes nicht mit einer neuen Transplantation vereinbar ist.» Die Eltern seien informiert worden. Der Junge leidet seit seiner Geburt an einem schweren Herzfehler. Kurz vor Weihnachten wurde nach langem Warten ein Spenderherz gefunden. Beim Transport wurde das Ersatzorgan jedoch nicht wie üblich in herkömmlichem Eis transportiert, sondern kam mit deutlich kälterem Trockeneis in Kontakt. Dadurch sei es «buchstäblich erfroren», heißt es. Trotzdem wurde das Herz transplantiert. Seither wird der Junge von einer Maschine am Leben gehalten. Inzwischen wird gegen sechs Ärzte und Sanitäter ermittelt.
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Ärzte sehen keine Chance mehr für herzkrankes Kind
Nach einer misslungenen Transplantation liegt ein Zweijähriger in Italien seit Wochen auf der Intensivstation. Sein Schicksal bewegt das ganze Land. Nun bekommen die Eltern eine Hiobsbotschaft.
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