25. November 2025 / Aus der Welt

Südthailand kämpft mit Rekord-Fluten - Militär entsendet

Verzweifelte Hilferufe, knappe Vorräte: In Südthailand sind mehr als zwei Millionen Menschen von einem verheerenden Hochwasser betroffen. Auch Malaysia ist betroffen.

In der Provinz Songkhla in Südthailand ist die Lage katastrophal.
Veröffentlicht am 25. November 2025 um 09:26 Uhr

Sintflutartige Regenfälle haben im Süden von Thailand verheerende Überschwemmungen ausgelöst. Betroffen sind laut Katastrophenschutz zehn Provinzen, darunter besonders die Provinz Songkhla an der Grenze zu Malaysia. Der örtliche Gouverneur erklärte den gesamten Verwaltungsbezirk zum Katastrophengebiet und ordnete die Evakuierung der Bevölkerung an. Mindestens 13 Menschen sind den Behörden zufolge bereits ums Leben gekommen.

Neben zahlreichen Einsatzkräften versuchte auch das Militär, von den Wassermassen eingeschlossene Menschen zu retten. Die Zeitung Bangkok Post berichtete von verzweifelten Hilferufen vieler Bürger. Die Rettungsarbeiten gestalten sich aber schwierig, weil die meisten Anwohner nur mit Booten erreicht werden können. Bei vielen würden bereits die Lebensmittel knapp, hieß es.

Zwei Millionen Menschen betroffen

Vorausgegangen waren Rekord-Monsunregenfälle. Der Lokalregierung zufolge sind allein in Songkhla rund 465.000 Menschen in 16 Distrikten vom Hochwasser betroffen – mehr als die Hälfte davon in Hat Yai, der größten Stadt Südthailands. Insgesamt spricht der Katastrophenschutz bereits von mehr als zwei Millionen Bewohnern, die unter den seit Tagen anhaltenden Überschwemmungen leiden. Erst in den nächsten Tagen sollen die Niederschläge etwas nachlassen. 

Die thailändische Marine kündigte an, unter anderem den Flugzeugträger HTMS Chakri Naruebet zu entsenden – an Bord zwei Hubschrauber, Einsatzkräfte, Sanitätsteams, eine Feldküche, Rettungsausrüstung sowie Lebensmittel und Trinkwasser. Bei Bedarf können auf dem Schiff bis zu 3.000 Mahlzeiten täglich produziert werden. Auch im Nachbarland Malaysia gab es teils schwere Überschwemmungen. Mehr als 10.000 Menschen sind auf der Flucht.


Bildnachweis: © Uncredited/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Aus der Welt

Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

weiterlesen...
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Aus der Welt

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien wird in Göttingen ein Polizist schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist zunächst auf der Flucht - dann aber stellt er sich.

weiterlesen...
Hitzealarm im Westen – Wetterdienst ruft zur Vorsicht auf
Aus der Welt

Am Donnerstag war es bereits heiß, der Freitag legt noch eine Schippe drauf. Wo es wie warm wird - und für wen das besonders kritisch ist.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Frau mit Machete getötet - Zeugen überwältigen Ehemann
Aus der Welt

Eine Frau stirbt durch Dutzende Stiche und Schnitte, die ihr mit einer Machete zugefügt wurden. Zeugen rennen um ihr Leben - und überwältigen den Tatverdächtigen.

weiterlesen...
Neue Affenart im Kongo entdeckt
Aus der Welt

In den vergangenen 75 Jahren wurde nur eine Handvoll neuer Affenarten in Afrika gefunden - nun gelang eine neue Entdeckung. Doch die Zukunft der Tiere im Kongobecken ist schon bedroht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Frau mit Machete getötet - Zeugen überwältigen Ehemann
Aus der Welt

Eine Frau stirbt durch Dutzende Stiche und Schnitte, die ihr mit einer Machete zugefügt wurden. Zeugen rennen um ihr Leben - und überwältigen den Tatverdächtigen.

weiterlesen...
Neue Affenart im Kongo entdeckt
Aus der Welt

In den vergangenen 75 Jahren wurde nur eine Handvoll neuer Affenarten in Afrika gefunden - nun gelang eine neue Entdeckung. Doch die Zukunft der Tiere im Kongobecken ist schon bedroht.

weiterlesen...