4. Februar 2026 / Aus der Welt

Tief «Leonardo» sorgt für Chaos in Südspanien und Portugal

Heftiger Regen, Sturm und Überschwemmungen: In Andalusien müssen Tausende ihre Häuser verlassen, auch in Portugal gibt es Sperrungen. Wie die Behörden reagieren und wo weiter Gefahr droht.

Die südspanische Provinz Cádiz war besonders von Starkregen betroffen.
Veröffentlicht am 4. Februar 2026 um 14:18 Uhr

Das Atlantiktief «Leonardo» sorgt mit Starkregen und stürmischen Winden für chaotische Verhältnisse im Süden Spaniens und Portugals. 

Im spanischen Andalusien mussten wegen Überschwemmungen rund 3.000 Menschen aus tiefergelegenen Wohngebieten evakuiert, Schulen geschlossen, der Zugverkehr auf einigen Strecken eingestellt und Straßen gesperrt werden, wie der staatliche spanische TV-Sender RTVE berichtete. Der nationale Wetterdienst Aemet warnte, in einigen Regionen könne in wenigen Stunden die durchschnittliche Regenmenge eines ganzen Jahres niedergehen. 

Überschwemmungen in Portugal

Ähnlich war die Lage in Portugal, wo die Menschen noch immer mit den Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Sturm «Kristin» beschäftigt waren, der am Mittwoch vergangener Woche schwere Schäden angerichtet hatte. Mehrere Dörfer waren durch neue Überschwemmungen infolge von «Leonardo» von der Außenwelt abgeschnitten, Flüsse traten über die Ufer, Schulen mussten geschlossen bleiben und der Straßen- und Bahnverkehr wurde vor allem durch Erdrutsche und umgestürzte Bäume behindert. 

Wie in Spanien seien die Böden bereits gesättigt und könnten kaum noch Wasser aufnehmen, berichtete der nationale TV-Sender RTP. Auch für die kommenden Tage wurden weitere Unwetter erwartet, wie Portugals nationaler Wetterdienst Ipma warnte.

Ausläufer des Sturmtiefs sollen Mallorca erreichen

Auch auf der bei Deutschen besonders beliebten Ferieninsel Mallorca wurde vor den Auswirkungen von «Leonardo» gewarnt. Die Ausläufer des Sturmtiefs sollen am Donnerstag die Insel erreichen. Es gilt die Warnstufe Gelb, die dritthöchste Sturmwarnung des Wetterdienstes Aemet. 

In Böen auf den Bergen könne es Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde geben. Im Osten und im Süden, wo auch der Strand des Ballermanns ist, soll es bis zu zehn Meter hohe Wellen geben. Hier hat der Wetterdienst die zweithöchste der drei Warnstufen mit der Farbe Orange ausgegeben.


Bildnachweis: © Rocío Ruz/EUROPA PRESS/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Aus der Welt

Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

weiterlesen...
Hitzealarm im Westen – Wetterdienst ruft zur Vorsicht auf
Aus der Welt

Am Donnerstag war es bereits heiß, der Freitag legt noch eine Schippe drauf. Wo es wie warm wird - und für wen das besonders kritisch ist.

weiterlesen...
Hitze und Fußball führen zu Stromausfall in Rüsselsheim
Aus der Welt

Fernseher laufen wegen der WM-Übertragung, Ventilatoren und Klimaanlagen wegen der Hitze. In Rüsselsheim ging deswegen bei vielen Menschen das Licht aus.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Abkühlung nach Unwettern - teils unter 20 Grad
Aus der Welt

Nach Hagel und Starkregen fallen die Temperaturen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit frischen Nächten. Tagsüber werden es in vielen Regionen keine 25 Grad mehr.

weiterlesen...
Arzt soll Patienten getötet haben - Vorwürfe zurückgewiesen
Aus der Welt

Es ist ein schlimmer Verdacht: Ein Arzt der Medizinischen Hochschule Hannover soll Patienten mit Medikamenten getötet - oder es in einem Fall versucht haben. Was sagen seine Verteidiger dazu?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Abkühlung nach Unwettern - teils unter 20 Grad
Aus der Welt

Nach Hagel und Starkregen fallen die Temperaturen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit frischen Nächten. Tagsüber werden es in vielen Regionen keine 25 Grad mehr.

weiterlesen...
Arzt soll Patienten getötet haben - Vorwürfe zurückgewiesen
Aus der Welt

Es ist ein schlimmer Verdacht: Ein Arzt der Medizinischen Hochschule Hannover soll Patienten mit Medikamenten getötet - oder es in einem Fall versucht haben. Was sagen seine Verteidiger dazu?

weiterlesen...