Ein verheerendes Feuer hat auf den Marshallinseln im Pazifik das Parlamentsgebäude fast völlig zerstört. Die Feuerwehr war bis in die frühen Morgenstunden (Ortszeit) im Einsatz, nachdem sie gegen Mitternacht über den Brand alarmiert worden war, wie der australische Sender ABC unter Berufung auf die örtlichen Behörden berichtete. Jedoch gelang es den nur schlecht augerüsteten Einsatzkräften nicht, die Flammen aufzuhalten. Der Sender Radio New Zealand zitierte seinen Pazifik-Korrespondenten vor Ort mit den Worten, dass der Parlamentssaal und die Büros, die Bibliothek und alle Archive «vollständig zerstört» worden seien. «Alles ist vernichtet. Alle Aufzeichnungen sind verloren», sagte er. Laut einem von ABC zitierten Regierungssprecher deuten erste Hinweise darauf, dass das Feuer in einem Containeranhänger neben dem Parlament in der Hauptstadt Majuro ausgebrach. «Derzeit versuchen Einsatzkräfte noch, weitere Schäden auf dem Gelände zu verhindern», hieß es in einer schriftlichen Mitteilung. Das Feuer brach während einer laufenden Sitzungsperiode des Parlaments aus. Die Abgeordneten trafen sich gerade regelmäßig, um den kommenden Haushalt zu finalisieren. Der ehmalige Gesundheitsminister des Inselstaates, Jack Niedenthal, beschrieb die Situation als «absolut schrecklich». Er berichtete der ABC, dass das Gebäude zwar noch ein Dach habe, innen jedoch komplett ausgebrannt sei. Zeugen berichteten von starken Winden, die die Flammen zusätzlich angefacht hätten. Die Marshallinseln gehören zu Mikronesien und liegen zwischen Australien und Hawaii. Sie zählen mit weniger als 40.000 Einwohnern zu den kleinsten Staaten der Erde. Die USA sind für die Sicherheit des Landes zuständig.Abgeordnete wollten Haushalt verabschieden
Bildnachweis: © Chewy Lin/AAP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Verheerendes Feuer zerstört Parlament der Marshallinseln
Schock auf den Marshallinseln: Das Parlamentsgebäude des Pazifikstaats ist einem Flammeninferno zum Opfer gefallen. Was löste das Feuer aus?
Meistgelesene Artikel
- 23. Juni 2026
Polizei schießt am Frankfurter Hauptbahnhof auf Mann
Passanten hören Schüsse, ein Mann liegt verletzt am Boden. Am Abend teilt das Landeskriminalamt Hessen mit: Der Angeschossene hatte zuvor einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt.
- 26. Juni 2026
Hitze und Fußball führen zu Stromausfall in Rüsselsheim
Fernseher laufen wegen der WM-Übertragung, Ventilatoren und Klimaanlagen wegen der Hitze. In Rüsselsheim ging deswegen bei vielen Menschen das Licht aus.
Trotz Tauchern, Hubschrauber und Sonar: Zwei Senioren sind nach einem Sprung ins Wasser im Bodensee ertrunken. Wie riskant Baden bei der Hitze werden kann, zeigt ein Blick auf weitere Fälle.
Neueste Artikel
In Teilen Spaniens drohen mehr als 40 Grad und extreme Gesundheitsgefahr. Die Waldbrandgefahr steigt noch weiter an. Auch in Griechenland knallt die Sonne nun gewaltig.
- 20. Juli 2026
Deutschlandwetter bleibt zweigeteilt
Während es im Norden und Osten eher kühl und wechselhaft bleibt, setzt sich im Südwesten sommerliches Wetter fort. Dort bereitet allerdings die anhaltende Trockenheit Sorgen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
In Teilen Spaniens drohen mehr als 40 Grad und extreme Gesundheitsgefahr. Die Waldbrandgefahr steigt noch weiter an. Auch in Griechenland knallt die Sonne nun gewaltig.
- 20. Juli 2026
Deutschlandwetter bleibt zweigeteilt
Während es im Norden und Osten eher kühl und wechselhaft bleibt, setzt sich im Südwesten sommerliches Wetter fort. Dort bereitet allerdings die anhaltende Trockenheit Sorgen.

