23. April 2026 / Aus der Welt

Zug-Drama in Dänemark: Fünf Verletzte in kritischem Zustand

Schock-Moment in Dänemark: Zwei Züge stoßen frontal zusammen. Viele Menschen werden verletzt, teilweise schwer. Was geschah auf den Gleisen? Die Ermittler suchen nach Antworten.

Zwei Züge stießen bei dem Unglück in Dänemark frontal zusammen.
Veröffentlicht am 23. April 2026 um 17:21 Uhr

Bei einem Zusammenstoß zweier Züge in Dänemark sind laut Polizei 18 Menschen verletzt worden. Fünf Patienten befinden sich nach Angaben der Rettungsdienste in kritischem Zustand. Die übrigen Personen hätten leichtere Verletzungen erlitten, hieß es. Insgesamt befanden sich 37 Menschen an Bord der beiden Züge. 

Die Zahlen könnten sich aber noch ändern, sagte Chefarzt Anders Damm-Hejmdal bei einer Pressekonferenz: «Bei so einem Unglück werden Menschen herumgeschleudert und können sich auf viele unterschiedliche Weisen verletzen.»

Die Lokalbahnen waren am Morgen auf der Bahnstrecke zwischen den Orten Hillerød und Kagerup in Nordseeland frontal kollidiert. «Wir können noch nichts zum Hintergrund des Unglücks sagen», sagte Polizeikommissar Morten Pedersen. «Wir holen jetzt alle möglichen Informationen zum Unfallhergang ein, es wird jede Menge Ermittlungen geben.»

Per Hubschrauber ins Krankenhaus

Die für die medizinische Versorgung zuständige Region war mit sieben Rettungswagen, drei Krankentransportern und mehreren Notarztwagen vor Ort, außerdem gab es ein großes Polizeiaufgebot. Auch ein Militärhubschrauber sei zum Einsatz gekommen, um Patienten ins Krankenhaus zu bringen, so der Sprecher. Glücklicherweise sei niemand in den Zügen eingeklemmt worden. In dem Ort Hillerød wurde ein Krisenzentrum für die Fahrgäste und ihre Angehörigen eingerichtet.

Schweden steht Dänemark zur Seite

Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson bot dem Nachbarland Unterstützung an. «Ich habe mich heute Morgen bei Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen gemeldet und schwedische Hilfe im Umgang mit dem tragischen Zugunglück angeboten», sagte Kristersson der schwedischen Nachrichtenagentur TT. Auch Frederiksen zeigte sich betroffen. Sie sei in Gedanken bei den «Verletzten, den Angehörigen und allen, die von dem Unglück betroffen sind», hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. 

Die Bürgermeisterin der dänischen Kommune Gribskov, Trine Egetved, sagte dem Fernsehsender DR, sie stehe unter Schock. «Es darf nicht passieren, dass zwei Züge zusammenstoßen. Das ist schockierend und wir müssen sichergehen, dass es nie wieder passiert.»


Bildnachweis: © Steven Knap/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa
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