19. Mai 2026 / Aus der Welt

Vom ESC zum CSD: Sarah Engels Top-Act in Köln

Die Kölner Pride-Veranstalter buchten Sarah Engels schon, als noch gar nicht klar war, dass sie für Deutschland beim Eurovision Song Contest antritt.

Vergangenes Wochenende erreichte sie Platz 23 im ESC-Finale, in knapp sieben Wochen singt sie beim CSD in Köln: Sarah Engels. (Archivbild)
Veröffentlicht am 19. Mai 2026 um 14:13 Uhr

Drittletzte beim ESC-Finale in Wien, Top-Act beim CSD in ihrer Heimatstadt Köln: Sarah Engels tritt als Höhepunkt des Programms der Hauptbühne beim diesjährigen Cologne Pride auf. Der Auftritt auf dem Heumarkt ist laut Plan der Veranstalter für den Abend des 5. Juli vorgesehen, also an dem Sonntag, an dem auch die große Parade durch Köln zieht. 

In den vergangenen Jahren waren Bands - und keine einzelnen Popstars - der Top-Act beim Kölner Pride: 2025 Culcha Candela, 2024 Tokio Hotel. Dass Sarah Engels diesmal der Top-Act werden würde, wurde schon festgelegt, bevor überhaupt klar war, dass die Sängerin beim ESC (Eurovision Song Contest) 2026 antritt.

Motto: «Für Queerrechte. Viele. Gemeinsam. Stark!» 

Kölns Pride hat ab diesem Jahr ein allgemeineres Motto und wahrscheinlich nicht mehr jedes Jahr ein neues, wie es bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Köln hieß: «Für Queerrechte. Viele. Gemeinsam. Stark!» 

Zu den Hauptforderungen der Demonstration am 5. Juli (Start: 11.30 Uhr, Deutzer Brücke) gehört die Erweiterung des Artikels 3 Absatz 3 des Grundgesetzes um die Merkmale sexuelle und geschlechtliche Identität, die Absicherung von Community- und Beratungsstrukturen (in Zeiten knapper Kassen) sowie ein wirksamerer Kampf gegen Hasskriminalität und Hatespeech.

Kölner CSD gilt als Deutschlands größter

Der Cologne Pride ist nach eigener Darstellung die Nummer eins unter den Christopher Street Days (CSD) in Deutschland. Er umfasst zwei Wochen Programm (19. Juni bis 5. Juli) mit mehr als 120 Veranstaltungen, darunter Partys, Lesungen und Gesprächsrunden, sowie ein Straßenfest (3. bis 5. Juli) und die Demo.

Als sogenannter EuroPride und WorldPride - und damit auch besonders groß - firmiert dieses Jahr der CSD in Amsterdam (25. Juli bis 8. August; mit der Grachten-Demo namens Canal Parade am 1. August). Die niederländische Hauptstadt liegt bekanntlich näher an Köln als die deutsche Hauptstadt Berlin.

Mit dem CSD wird an die Aufstände der queeren Community 1969 in der Christopher Street in New York erinnert. Heute geht es bei den allsommerlichen Veranstaltungen dieser Art um die Sichtbarmachung und Gleichstellung queerer Menschen, also von Schwulen, Lesben, Transgender-Personen.


Bildnachweis: © Jens Büttner/dpa
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