13. Dezember 2025 / Aus der Welt

Weihnachtsmarkt nach Räumung wieder offen – Fahndung läuft

Nach der Räumung ist der Weihnachtsmarkt im niedersächsischen Duderstadt wieder geöffnet. Die Polizei sucht jedoch weiter nach einem Jugendlichen, der mit einer Langwaffe gesehen wurde.

Der Weihnachtsmarkt sei in Absprache mit den Veranstaltern wieder geöffnet, teilte eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage mit.
Veröffentlicht am 13. Dezember 2025 um 12:52 Uhr

Ein Jugendlicher mit einer Langwaffe beschäftigt weiterhin die Polizei im südöstlichen Niedersachsen. Nach der Räumung des Weihnachtsmarkts in der Gemeinde Duderstadt im Landkreis Göttingen suchen die Ermittler weiterhin nach einem Verdächtigen.

Der Weihnachtsmarkt sei in Absprache mit den Veranstaltern wieder geöffnet, teilte eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage mit. Dasselbe gelte für den üblichen Wochenmarkt.

Mehrere Zeugen hatten einen Jugendlichen mit Langwaffe gesehen

Seit der Nacht habe sich der Stand der Ermittlungen jedoch nicht geändert, teilte die Sprecherin weiter mit. Mehrere Zeugen hatten angegeben, am Freitagabend einen Jugendlichen mit einer Langwaffe gesehen zu haben.

Daraufhin wurde der Markt in Duderstadt geräumt. Der den Beschreibungen nach etwa 17 bis 20 Jahre alte Verdächtige wurde trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung bislang nicht gefunden.

Polizei vorsorglich mit verstärkten Kräften in Duderstadt präsent

Zum Zeitpunkt der Räumung gegen 20.30 Uhr hielten sich rund 120 Menschen auf dem Weihnachtsmarkt auf. Die Polizei sperrte die Zufahrtswege und war mit mehreren Streifenwagen sowie einem Hubschrauber im Einsatz. Die Räumung verlief den Angaben nach ruhig und geordnet.

Unklar ist weiterhin, ob es sich bei der beobachteten Waffe um eine echte Schusswaffe oder um eine sogenannte Anscheinswaffe handelte. Die Ermittlungen dauern an. Laut der Sprecherin sei die Polizei vorsorglich mit verstärkten Kräften in Duderstadt präsent. Sie bat zudem darum, keine Gerüchte in sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Erhöhte Wachsamkeit seit Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt

Besonders der islamistische Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche vor ziemlich genau neun Jahren mit insgesamt 13 Toten hat bei Sicherheitsbehörden zu erhöhter Wachsamkeit geführt. Seither werden Weihnachtsmärkte bundesweit mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen geschützt.


Bildnachweis: © Swen Pförtner/dpa
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