13. Mai 2026 / Aus der Welt

Zwei Jahre Haft für Drogenlieferant nach Matthew Perrys Tod

2023 starb «Friends»-Star Matthew Perry an einer Ketamin-Überdosis. Es gab mehrere Drogenlieferanten - ein weiterer muss nun ins Gefängnis.

Perry wurde am 28. Oktober 2023 tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden. (Archivbild)
Veröffentlicht am 13. Mai 2026 um 20:44 Uhr

Im Zusammenhang mit dem Tod von «Friends»-Star Matthew Perry ist ein 56-jähriger Mann zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das berichteten die «New York Times» und andere US-Medien unter Berufung auf eine Gerichtsentscheidung in Los Angeles. Die Staatsanwaltschaft hatte zweieinhalb Jahre Haft gefordert, die Anwälte des Mannes hofften auf eine mildere Strafe von drei Monaten Gefängnis und neun Monate in einer Suchthilfeeinrichtung. 

Der Mann hatte sich schuldig bekannt, Perry im Oktober 2023 in den Wochen vor seinem Tod mehr als 50 Dosen Ketamin besorgt zu haben. Er war der Mittelsmann für eine als «Ketamin-Königin» bekannte Dealerin, in deren Haus große Mengen verschiedener Drogen, darunter auch Methamphetamin und Ecstasy, gefunden wurden. Insgesamt wurden fünf Personen, darunter Ärzte, Dealer und ein Assistent des Schauspielers festgenommen. 

Einer der Ärzte erhielt im vorigen Dezember zweieinhalb Jahre Haft, sein Kollege wurde zu acht Monaten Hausarrest verurteilt. Die bislang längste Strafe von 15 Jahren Gefängnis wurde im April gegen die «Ketamin-Königin» verhängt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lieferte sie unter anderem die Dosis, die zum Tod des Schauspielers führte. Das Strafmaß für Perrys damaligen Assistenten soll Ende Mai verkündet werden. 

Tod im Whirlpool

Perry war am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden worden. Zuvor hatte der Schauspieler öffentlich über seinen Kampf gegen Suchterkrankungen gesprochen. Berichten zufolge hatte er sich wegen Depressionen und Angstzuständen einer Ketamin-Therapie unter ärztlicher Aufsicht unterzogen. Zusätzlich soll er sich das Mittel auf dem Schwarzmarkt besorgt haben. 

Ketamin ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Narkosemittel. Ebenso können Menschen mit therapieresistenten Depressionen unter bestimmten Voraussetzungen mit Ketamin behandelt werden. Manche Partygänger nutzen das Mittel auch als illegale Clubdroge.


Bildnachweis: © Brian Ach/AP/dpa
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